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Shopping-Profis aufgepasst

10 PayPal-Tipps, die du kennen musst!

von Nils Matthiesen

Über 20 Millionen Deutsche zahlen im Web mit PayPal. Doch kaum jemand kennt die zahlreichen praktischen Funktionen des Dienstes. Zaster zeigt sie dir.

Wer im Internet einkauft, kann die Rechnung auf viele Arten begleichen. Neben den bekannten Bezahlmöglichkeiten wie Bankeinzug oder Kreditkarte haben sich neue, speziell für den Einkauf im Internet entwickelte Systeme etabliert. Denn für Kleinstbeträge eine Überweisung auszufüllen oder die Kreditkarte zu zücken, ist zu umständlich. Vor allem PayPal ist ganz weit vorne. Der Dienst kann aber inzwischen weit mehr, als nur Beträge in Online-Shops zu begleichen. ZASTER erklärt dir alles, was du über den Bezahldienst wissen musst.

1. Geld an Freunde senden

Du kennst das: Egal, ob man sich die Rechnung beim Abendessen geteilt, gemeinsam mit einem Freund ein Geschenk besorgt oder einfach Geld geliehen hat. Den Betrag per Banküberweisung zu begleichen ist aufwendig und kostet Zeit. Mit PayPal geht es viel einfacher – und kostet keinen Cent! Alles, was du dazu brauchst, ist die E-Mail-Adresse, die der Empfänger mit PayPal verknüpft hat. In der PayPal-App tippst du dann auf Senden, tippst Mail-Adresse und Betrag ein und tippst letztendlich auf Jetzt senden. Wichtig: Das Geld landet so nicht auf dem Bank-, sondern auf dem PayPal-Konto des Empfängers. Er kann es von dort aus auf sein Bankkonto transferieren oder für künftige PayPal-Zahlungen verwenden.

2. Geld eintreiben

Ok, den ersten Tipp kanntest du vielleicht bereits. Wusstest du aber, dass du mit PayPal auch Geld eintreiben kannst? Praktisch etwa, wenn ein Kumpel mal wieder „vergessen“ hat, dir Geld zurückzuzahlen. Dazu tippst Du in der PayPal-App auf Anfordern und gehst im Prinzip genauso vor wie in Tipp 1. Wichtig: Teile dem Empfänger am besten mit, dass er als Zahlungszweck „Freunde oder Familie“ wählen soll, damit keine Gebühren anfallen.

3. Kosten mit Freunden teilen

Du kaufst zusammen mit Freunden ein Geburtstagsgeschenk? Oder du willst dir mit Anderen die Kosten für ein Hotel teilen? Von dir bezahlte Beträge für gemeinschaftliche Anschaffungen kannst du bei PayPal direkt unter deinen Freunden aufteilen. Das klappt allerdings nur über die PayPal-Website: Melde dich an und klicke auf Aktivitäten. Unter dem entsprechenden Posten folgt dann ein Klick auf Kosten mit Freunden teilen, gegebenenfalls auf Ich beteilige mich an den Kosten und dann auf Freunde zum Teilen hinzufügen?. Benenne dann die Beteiligten, die partizipieren sollen. PayPal teilt nun den Betrag zu gleichen Teilen unter allen auf. Gegebenenfalls kannst du aber auch die Anteile anpassen und erst dann auf Geld anfordern klicken.

4. Mit PayPal im Apple Store bezahlen

Als iPhone-Nutzer konntest du lange nur per Kredit-, Geschenkkarte oder Handyrechnung im App-Store von Apple bezahlen. Nun geht’s auch mit PayPal. Und zwar so: Öffne am iPhone die Einstellungen und tippe auf iTunes & App Store, deine Apple-ID, Apple-ID anzeigen und Zahlungsdaten. Hier wählst Du PayPal/ELV und meldest Dich an.

> Auch interessant: Alles, was du über Apple Pay wissen musst

5. PayPal mit Google Pay verknüpfen

Ein Riesenschritt fürs mobile Bezahlen in Deutschland: Google Pay lässt sich seit einigen Wochen mit PayPal verknüpfen. Das bedeutet: Hast du ein Android-Smartphone sowie ein PayPal-Konto, kannst du ab sofort deutschlandweit in Tausenden Supermärkten und Tankstellen per Handy bezahlen. Wie es genau funktioniert, erklärt dir ZASTER hier.

6. Käuferschutz

PayPal bietet nicht nur einen sicheren Transfer des Geldes, sondern für dich als Kunden einen Käuferschutz, der greift, wenn ein Artikel nicht ankommt oder ganz und gar nicht der Beschreibung entspricht. Falls es mit dem Händler zu keiner Einigung kommt, erstattet dir PayPal den Kaufpreis inklusive der Versandkosten zurück. Wie du den Käuferschutz beantragst, erfährst du auf dieser Seite.

7. Kostenlos zurückschicken

Seit der Einführung der EU-Verbraucherrichtlinie im Juni 2014 steht es Händlern frei, ob sie die Portokosten für Rücksendungen selbst zahlen oder dem Kunden aufdrücken. Wenn du eine Bestellung mit PayPal beglichen hast, kannst du dir gegebenenfalls die Rücksendekosten erstatten lassen. Diesen Service biete dir PayPal bis zu zwölfmal pro Jahr. Alles, was du dazu wissen musst, erfährst du hier.

8. PayPal-Spam entlarven

PayPal ist ein besonders beliebtes Ziel von Cyber-Kriminellen, die per „Phishing-Mail“ deine Anmeldedaten auskundschaften wollen. An 5 Merkmalen kannst du echte von unechten Nachrichten einfach unterscheiden.

  1. Anrede: PayPal spricht Sie immer mit Ihrem richtigen Namen an, nicht zum Beispiel mit „Hallo PayPal-Mitglied“.
  2. Absender: Echte Nachrichten kommen von der Domäne „@paypal.de“.
  3. Anlass: Phishing-Mails versuchen Panik zu erzeugen, etwa durch Nachrichten wie „Ihr Konto wird gesperrt“.
  4. Anhänge: Offizielle Mails von PayPal haben niemals Dateianhänge.
  5. Links: Phishing-Mails enthalten Verknüpfungen zu gefälschten Internetseiten. „Echte“ PayPal-Adressen beginnen immer mit https://www.paypal.com/.

9. Komfort oder Sicherheit?

Wenn du auf der Anmeldeseite im Browser ein Häkchen bei „Eingeloggt bleiben und schneller zahlen“ setzt, merkt sich PayPal das Passwort. Das bedeutet, dass du auf diesem Gerät künftig automatisch bei PayPal angemeldet wirst. Ziemlich komfortabel. Diese Funktion solltest du aber nur dann nutzen, wenn allein du Zugriff auf den Computer hast. Ansonsten kann jeder munter auf Einkaufstour gehen und dabei dein Konto belasten.

10. Zahlung nach 14 Tagen

Ebenfalls interessant: Einige Händler bieten die Option „Zahlung nach 14 Tagen“. Diese solltest du ruhig nutzen. In diesem Fall erhält der Verkäufer das Geld direkt von PayPal. Von deinem Konto wird der Betrag aber erst nach 14 Tagen abgebucht. Entscheidest du dich, einen Artikel zurückzuschicken, musst du nicht auf dein Geld warten – es hat dein Konto nie verlassen.

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist sowie Texter und beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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