© Unsplash
Bargeldlos bezahlen

Diese Banken unterstützen Apple Pay jetzt

von Nils Matthiesen

Neue Partner für Apple Pay: Drei neue Banken unterstützen den Bezahldienst, weitere sollen demnächst folgen. Alle Infos zu Apple Pay findest du bei ZASTER.

Update: Consors Finanz, Monese und Viabuy unterstützen Apple Pay

Wer Kunde bei Consors Finanz, dem britischen Finanzdienstleister Monese oder Viabuy ist, kann ab sofort seine Mastercard bei Apple Pay hinzufügen. „Mit Apple Pay verbessern wir das Nutzererlebnis für Verbraucher und erweitern zudem die ohnehin schon komfortablen Funktionen der Consors Finanz Mastercard“, erklärt Gerd Hornbergs, CEO von Consors Finanz.

Ebenfalls noch in diesem Jahr erwartet wird die Teilnahme von DKB, Ing und der Consorsbank, ein konkretes Datum gibt es hier allerdings nicht.

Zalando steigt bei Apple Pay aus

Nach einer dreimonatigen Testphase beendet Zalando die Kooperation mit Apple Pay wieder. Auf Twitter lies das Unternehmen verlauten: „Die Testphase von ApplePay ist bei uns beendet. Aktuell bieten wir ApplePay nicht mehr an. Wie das künftig aussieht, können wir leider noch nicht sagen.“

Wie das Unternehmen gegenüber „t3n“ verriet, gibt es offenbar technische Probleme etwa beim Einlösen von Gutscheinen oder der Wahl von verschiedenen Versandarten. Eine spätere Wiedereinführung von Apple Pay wollte Zalando nicht ausschließen.

Sparkassen wollen 2019 doch dabei sein

Wie das Handelsblatt berichtet, soll der Start für die deutschen Sparkassen „noch in diesem Jahr“ erfolgen. Laut Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), führe man „sehr positive Gespräche mit Apple“ und hoffe, diese bald zum Abschluss bringen zu können.

Wichtig sei für Schleweis, dass Kunden auch die Girocard – also die EC-Karte der Sparkassen – nutzen können. Derzeit werde über die Freigabe der Girocard verhandelt.

Wie funktioniert Apple Pay?

Es ist ganz simpel: Statt Bankkarte oder Bargeld aus dem Portemonnaie zu fummeln, hältst Du dein iPhone einfach an die Kasse. Statt PIN-Eingabe oder Unterschrift kommt zur Legitimation Touch-ID beziehungsweise bei neueren iPhones Face-ID zum Einsatz. Wenn auf dem Bildschirm „Fertig" und ein Häkchen erscheinen, erfolgt die Abbuchung automatisch. Die Höhe der Beträge ist im Prinzip unbegrenzt, das Limit deiner Kreditkarte entscheidet.

Du hinterlegst deine Kreditkarte in der vorinstallierten Wallet-App deines iPhones.
Du hinterlegst deine Kreditkarte in der vorinstallierten Wallet-App deines iPhones. © Screenshot Apple

Was sind die Voraussetzungen für Apple Pay?

Du brauchst ein iPhone 6 oder neuer. Per Apple Watch kannst Du ebenfalls zahlen. Knackpunkt ist eher das überschaubare Banken-Line-Up, das Apple Pay unterstützt. Denn Apple arbeitet in jedem Land nur mit ausgewählten Banken zusammen. Aktuell sind das neben den Kreditkartenanbietern Visa, Mastercard (plus Maestro) und American Express die Deutsche Bank, Hypo Vereinsbank, Hanseatic Bank, Fidor, Comdirect sowie O2 Banking. Mit von der Partie sind außerdem die Banking- und Payment-Apps N26, bunq, boon, Vimpay – sowie Edenred. Nur wenn du Kunde bei einer dieser Banken bist, kannst du also deine Kreditkarte bei Apple Pay hinterlegen und den Service nutzen. Ob auch die Banken mit den meisten Privatkunden, also Sparkassen, Volksbank/Raiffeisenbank und die Postbank, irgendwann Apple Pay unterstützen, steht noch in den Sternen.

Auch interessant: Diese Banken unterstützten Apple Pay

Wie richte ich Apple Pay ein?

Apple Pay lässt sich ganz einfach über die Wallet-App auf dem iPhone einrichten. Dort gibt es die Möglichkeit, eine Kreditkarte zu hinterlegen. Tippe hier einfach auf „Karte hinzufügen“ und wähle im nächsten Schritt deine Bank aus.

© Screenshot iPhone

Danach hast du die Optionen „Bankkarte“ und „Kreditkarte“. Hast du keine Kreditkarte und wählst „Bankkarte“ aus, landest du in der App deiner Bank – in unserem Beispiel ist das die Deutsche Bank. Folge hier den Anweisungen und du gibst bei deiner Bank eine virtuelle Debitkarte in Auftrag, mit der du Apple Pay nutzen kannst. In unserem Fall kann es allerdings bis zu zwei Tage dauern, bis sie freigeschaltet wird.

© Screenshot iPhone

Die Option „Kreditkarte“ ist für alle, die bereits eine bei ihrer Bank haben. Diese musst du im nächsten Schritt mit der Kamera des iPhones abscannen. Die App sollte nun alle Infos von der Kreditkarte automatisch erkennen und anzeigen. Sind die Infos nicht richtig, kannst du sie selber auch noch einmal korrigieren.

Im nächsten Schritt musst du noch den Sicherheitscode von der Rückseite und das Ablaufdatum der Karte eingeben und dann auf „Weiter“ klicken. Die Angaben werden geprüft und Apple Pay sollte freigeschaltet sein.

Wo kann ich mit Apple Pay bezahlen?

Ein spezielles Logo kennzeichnet Läden, die Apple Pay akzeptieren. Im Prinzip funktionieren aber auch alle anderen Kassen, die kontaktloses Zahlen unterstützen, egal ob Google Pay, Apple Pay oder Girokarten mit NFC-Chip. Diese Systeme sind bereits weit verbreitet und unter anderem schon in vielen Filialen großer Ketten wie Aldi, Aral, Lidl, Media Markt, Saturn, McDonald’s, Rewe und Edeka installiert. Sprich: Prangt an der Kasse das NFC-Logo für kontaktloses Bezahlen, funktioniert auch Apple Pay.

Auch interessant: So zahlst du überall mit deinem Android-Handy

Wie sicher ist Apple Pay?

Sicherer als Bargeld und mindestens genauso sicher wie die EC-Karte, sind sich Experten sicher. Genau wie andere kontaktlose Zahlungsmethoden setzt Apple auf NFC (Near Field Communication). Die Technik basiert auf über Funk steuerbare Mikrochips, die kleine Datenpakete mit Zahlungsinformationen schnell über maximal zehn Zentimeter per Funk übertragen. Bislang ist kein Fall bekannt, in dem abseits von Versuchsaufbauten ein echter Mensch im Vorbeigehen per Funk ausgeraubt worden wäre.

In welchen Ländern gibt es Apple Pay?

Der Deutschland-Start von Apple Pay kommt spät, Länder wie die USA haben den Dienst bereits seit Jahren. Selbst Belgien und Kasachstan waren ein paar Tage früher dran als wir. Die Grafik von Statista zeigt, wo auf der Welt du mit Apple Pay künftig bezahlen kannst

© Statista
ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

Noch mehr Zaster