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Safety first

So sparst du beim Winterreifen-Wechsel

von Melanie Steck

Wenn die Temperaturen purzeln und der Wintermantel hervorgekramt wird, solltest du auch bei deinem Auto umrüsten. ZASTER erklärt dir wie.

Von O bis O, von Oktober bis Ostern – so lautet das Mantra für die Verwendung von Winterreifen. Ein Maßstab, der zwar wenig konkret klingt, aber sinnvoll ist. In diesem Zeitraum solltest du immer mit Winterreifen an deinem Auto unterwegs sein. Wenn du es bis Anfang November noch nicht zum Räderwechsel geschafft hast, solltest du dich jetzt beeilen. Denn wer in Deutschland bei frostigen Temperaturen ohne entsprechende Bereifung erwischt wird, zahlt bis zu 80 Euro Strafe und bekommt einen Punkt in Flensburg. Eine gesetzlich vorgeschriebene kalendarische Frist für die Verwendung von Winterrädern gibt es in Deutschland jedoch nicht. Trotzdem gilt hierzulande laut Straßenverkehrsordnung (STVO): Winterräder werden, unabhängig vom Zeitpunkt der auftretenden Wetterlage, benötigt bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- und Reifglätte auf den Straßen.

KFZ-Profis empfehlen, spätestens dann auf Winterreifen zu wechseln, wenn die Temperaturen unter 7 Grad Celsius fallen. Damit du beim Reifenwechsel möglichst günstig wegkommst, hat ZASTER hier die besten Tipps für dich.

1
Meide Vertrags-Werkstätten

Fahre zum Reifenwechsel keine Vertragswerkstatt an. Sie nehmen für ihre Dienstleistung in der Regel mehr Geld als freie Autowerkstätten, die nicht mit einem konkreten Fahrzeughersteller kooperieren. Ein ordentlich durchgeführter Reifenwechsel sollte nicht mehr als 40 Euro kosten. In manchen freien Werkstätten fangen die Preise schon bei 20 Euro an. Zudem kannst du deine Räder bei Bedarf auswuchten lassen. Das ist aber optional und sollte pro Reifen nicht mehr als zehn Euro kosten.

2
Verzichte auf Extra-Services

Viele werben im Herbst mit speziellen Winter-Checks, die dein Auto für die kalte Jahreszeit besonders sicher machen sollen. So lange du deinen Wagen aber regelmäßig zum Service und zum TÜV bringst, kannst du dir den Spezial-Winter-Check sparen. Viel mehr als Frostschutzmittel auffüllen machen auch die Mechaniker in der Werkstatt nicht, was vor allem in Vertragshäusern sehr teuer sein kann. Das kannst du auch leicht selber machen. Solltest du Wasser für deine Scheibenwaschanlage auffüllen, achte im Winter unbedingt darauf, es mit einem für Minustemperaturen geeigneten Wasch-Konzentrat anzureichern. Machst du das nicht, friert das Wasser im Wischwassertank, beschädigt ihn, oder verstopft schlicht die Leitungen und du bekommst die Scheibe nicht mehr richtig sauber.

3
Nicht in der Werkstatt einlagern

Verzichte, wenn möglich, auf das Einlagern deiner Reifen in einer Werkstatt oder in einem Autohaus. Das kostet je nach Anbieter zwischen 50 und 80 Euro pro Saison, oder ist unter Umständen manchmal sogar noch teurer. Deine Omi hat in der alten Hütte in ihrem Schrebergarten bestimmt eine kleine Ecke für dich frei. Oder dein Bruder in der Garage. Möglichkeiten gibt es viele. Und sie alle sind günstiger als das Einlagern der Räder im Autohaus. Einziges Manko: Du musst die Reifen zu jeder Saison selbst ins Auto hieven und zum Reifenwechsel fahren. Aber für eine Ersparnis von knapp 100 Euro hast du so zumindest ein kostenloses Fitnesstraining.

4
Setze auf Partnerwerkstätten

Einige Kfz-Versicherungen haben Partnerwerkstätten, mit denen sie zusammenarbeiten. In ausgewählten Betrieben bekommen Versicherungsnehmer dann Reparaturen oder Services günstiger, als wo anders. Oft ist gibt es sogar eine Werkstattbindung für bestimmte Versicherungstarife. Selbst wenn du so einen Tarif nicht hast, kann sich die Nachfrage nach Partnerwerkstätten bei der Versicherung oft trotzdem lohnen. Oder du nutzt den November, um deine Kfz-Versicherung generell einmal nach Einsparpotentialen zu überprüfen und sicherst dir so einen Tarif mit Partnerwerkstätten, den du spätestens für den Räderwechsel im Frühling nutzen kannst.

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Melanie Steck
Melanie Steck
Melanie Steck (Jahrgang 1983) ist fest davon überzeugt, dass man sich Glück auf keinen Fall kaufen kann. Geld ist für sie trotzdem ein fester Bestandteil des täglichen Lebens und sie findet es wichtig, dass sich alle mit dem Thema auskennen. Melanie Steck ist seit 13 Jahren Journalistin und arbeitete beispielsweise bei BILD.

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