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Schon gewusst?

Mit diesen fünf Methoden verdienen Profi-Gamer ihr Geld

von Hannes Lustermann

Die Videospiele-Industrie setzt inzwischen mehr um als die Musikindustrie, und Profi-Zocker bekommen Geld von Facebook und Co. ZASTER verrät, welche fünf Einnahmequellen sie haben und was dabei rausspringt.

1
Streaming

Während andere für Netflix und Kinobesuche zahlen, lassen es sich begeisterte Fans einiges kosten, um ihren Lieblingsgamern beim Zocken über die Schulter zu schauen. Meistens spenden sie via Paypal, während deren Live-Stream auf Plattformen wie Twitch.tv oder Youtube läuft. Im Slang heißt das „Tipping“. Auf Twitch allein schauen im Schnitt mehr als eine Million Menschen zu, weshalb Amazon den Dienst 2014 für 970 Millionen Dollar kaufte.

Andere wiederum registrieren sich auf Twitch für den entsprechenden Kanal, um alles schauen zu können. Das Standardabo kostet 4,99 Dollar im Monat, wovon der Profispieler mutmaßlich rund 50 Prozent bekommt. 2000 Abonnenten bringen ihm also bereits rund 5000 Dollar monatlich ein.

2
Vertrag beim Esport-Team

Viele Profis in der Gaming-Szene sind noch sehr jung, und fast keiner ist älter als 30. Erst jüngst hat die Organisation „Team Secret“ für ihren „Fortnite“-Squad einen 13-jährigen Engländer unter Vertrag genommen: Kyle „Griff Moongraal“ Kent. Mit mehr als 40 Millionen Downloads gehört Fortnite aktuell zu den populärsten Spielen überhaupt. Das Durchschnittsgehalt von sogenannten Pro-Gamern soll bei rund 60.000 Dollar liegen, wobei sich das nicht wie im Fußball verifizieren lässt.

3
Preisgeld

Die höchsten Preisgelder im Esport gibt es beim jährlichen „The International“ des Spiels Dota 2 – auch in diesem Jahr winken den Gewinnern rund eine halbe Million Euro nach allen Abzügen. Wie unterschiedliche Quellen berichten, hat der Dota2-Profi Kuro „Kuroki“ Takhasomi in seiner Spielerkarriere rund 3,7 Millionen Dollar an Preisgeldern eingesackt.

4
Sponsorenverträge

Wie Profi-Fußballer handeln die besten Gamer inzwischen Sponsorenverträge mit großen Firmen wie Redbull oder Intel aus. Energy-Drinks und Gaming-Ausstattung sind naheliegend, aber in der wachsenden Branche steigen auch andere Konzerne ein: Im Januar wurde Audi zum Sponsor des Counter-Strike Teams „Astralis“, mit einem Gesamtvolumen von knapp 700.000 Euro.

5
Live-Stream-Vertrag mit Facebook

Seit Beginn diesen Jahres lockt das Soziale Netzwerk Profis mit attraktiven Verträgen. Sie sollen auf „Facebook Live“ streamen, um den sinkenden Nutzerzahlen entgegenzuwirken und die Plattform für junge Leute wieder attraktiver zu machen. Die Nutzung von Facebook soll natürlich direkt Knete einbringen, wenn Fans Abos zum Zuschauen abschließen. Das Bezahlsystem hat sich Facebook von Twitch abgeschaut: Profispieler bekommen einen Anteil der Abo-Zahlungen und Tipps (Spenden) von Zuschauern. Genaue Zahlen sind noch nicht bekannt.

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