Welchen Wert hat eigentlich ...

... Weltfußballer Cristiano Ronaldo?

von Franziska Zimmerer

Wie viel sind eigentlich Sportler, Politiker oder Promis wert? Nicht nur die spielerischen Qualitäten, sondern auch Social Media Auftritte bestimmen den Wert eines Sportprofis. Heute: Cristiano Ronaldo.

Nach neun Jahren bei Real Madrid und fünf Champions League Titeln versucht der amtierende Weltfußballer Cristiano Ronaldo sein Glück beim italienischen Klub Juventus Turin, bei dem er Anfang der Woche der Weltpresse vorgestellt wurde. Mit einem Social-Media-Feuerwerk und eigens ausgerufenem Ronaldo-Tag unter dem Hashtag #CR7DAY hat der Turiner Klub die Ankunft des 112-Millionen-Transfers marketingwirksam ausgeschlachtet.

Doch der selbsterklärte Spieler des Jahrhunderts soll dem Klub nicht nur spielerische Klasse verleihen und womöglich zum langersehnten Champions League Titel verhelfen. Vielmehr bringt der 33-Jährige 135 Millionen Instagram-Follower, 122 Millionen Facebook-Fans und 74 Millionen Twitter-Fans mit nach Norditalien – und damit gewaltiges Marketingpotential.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass seit der Verkündung des Transfers die Social Media Accounts des Klubs um mehrere Millionen Follower gewachsen sind. Gleichzeitig legte die Aktie von Juventus binnen zwei Wochen um 32,6 Prozent (Stand 16. Juli 2018), zwischenzeitlich sogar um 75 Prozent, zu.

Forza Juve! #FinoAllaFine

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Wie groß der Ronaldo-Effekt ist, lässt sich noch nicht absehen. Fest steht, dass Adidas, Hauptsponsor bei Juventus Turin, für ein Trikot 145 Euro verlangt. Der Klub rechnet angeblich damit, bis Jahresende eine halbe Million CR7-Trikots zu verkaufen, was ihm mehr als 70 Millionen Euro einspielen würde. Damit wäre Ronaldos Jahresnettogehalt über 30 Millionen Euro quasi Peanuts für die Italiener.

Foto: Anna Nessi CC BY-SA 3.0

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Franziska Zimmerer
Franziska Zimmerer
Hat Politik, Jura und Kommunikation in München und London studiert. Nach drei Jahren auf der Insel hat sie ihren persönlichen Brexit gewagt und ist für Zaster als Redakteurin in Berlin im Einsatz. Was sie an England vermisst: bargeldloses Bezahlen von Pfennigbeträgen, Baked Beans und Prinz Harry.

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