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Die Liebe ist unbezahlbar

Was kostet dich ein Kind?

von Christoph Masurek

Mit einem gemeinsamen Kind geht ein Lebenstraum vieler Paare in Erfüllung: Spätestens ab der Geburt dreht sich alles rund um den Nachwuchs – genau wie die Frage um das Geld. ZASTER zeigt, wie viel ein Kind bis zum 18. Lebensjahr kostet.

Die Liebe von Eltern zu ihren Kindern ist unbezahlbar – und doch stellen sich viele Paare die Frage, was sie ein Kind perspektivisch kosten wird. Der Wunsch für das Kind ausreichend sorgen zu können, bestimmt nicht selten den Zeitpunkt der Familienplanung. ZASTER bringt Licht ins Dunkel.

Je älter, desto teurer

Das statistische Bundesamt hat die durchschnittlichen Kosten für ein Kind bis zum 18. Lebensjahr auf 126.000 Euro geschätzt. Daraus resultiert eine durchschnittliche monatliche Belastung von 583 Euro. Doch der Sprössling wird mit zunehmenden Alter immer teurer. Zur besseren Übersicht hat das Amt die Ausgaben in drei Lebensabschnitte des Kindes gestaffelt: 0 bis 6 Jahre, 6 bis 12 Jahre und 12 bis 18 Jahre.

In den ersten fünf Lebensjahren belaufen sich die durchschnittlichen Monatskosten für das erste Kind auf 519 Euro. Neben der ganzen Erstanschaffungen wie Kindersitze, Klamotten, Bettchen und Spielzeug fallen darunter auch die Arztkosten oder die Verpflegung. Ein zweites Kind wird folglich im Schnitt günstiger, denn nicht nur die Spielzeuge können geteilt werden, sondern auch die Mahlzeiten, die in etwas größeren Mengen im Schnitt günstiger werden.

Zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr steigen die monatlichen Ausgaben um fast 100 Euro auf 604 Euro. Die Einschulung und die damit verbundenen Ausgaben für Bücher, Klassenfahrten und Geburtstagspartys (sowie die dazugehörigen Geschenke) sorgen für eine höhere Belastung. Auch der Wunsch nach einem Handy kann zu einem Streit- und Kostenpunkt werden, dem sich Eltern stellen müssen.

Teure Pubertät

Am teuersten wird die Teenager-Zeit: Im Schnitt fallen in den letzten sechs Jahren der Kindheit 700 Euro im Monat an. Es wird mehr gegessen, mehr ausgegangen, mehr in Outfits und Kosmetik investiert und vielleicht sogar der erste eigene Urlaub ermöglicht. Rund 50.000 Euro kostet der prägende Lebensabschnitt der Pubertät und des Erwachsenwerdens.

Schlussendlich eine ganze Menge Zaster, die man den Kindern so mit auf den Weg gibt. Hält man sich übrigens an die Orientierungshilfen fürs Taschengeld des Deutschen Jugendinstitut (DJI) aus dem Jahr 2017, zahlt man bis zum 18. Lebensjahr mindestens 3824 Euro an Taschengeld. Eine stolze Summe.

Es geht weiter

Mit Erreichen des 18. Lebensjahres sind die Kinder zwar erwachsen, doch häufig noch nicht selbstständig. Ein Studium und eine Ausbildung lassen sich schwer alleine stemmen und deswegen sind viele junge Menschen noch einige Jahre nach dem Schulabschluss finanziell vom Elternhaus abhängig. Auch deswegen ist es sinnvoll, frühzeitig für das Kind Geld anzulegen.

Laut einer Hochrechnung des deutschen Studentenwerks betragen die monatlichen Lebensunterhaltskosten eines Studierenden monatlich etwa 819 Euro (Stand: 2016). Das macht für ein Bachelor-Studium in Regelstudienzeit knapp 30.000 Euro – bei der Summe hilft dann manchmal nur noch ein guter Studentenjob.

Trotz aller Kosten: Ein Kind bereichert das Leben selbstverständlich mehr als es jemals kosten könnte. Und vielleicht bekommt man im Ruhestand auch das ein oder andere zurück...

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Christoph Masurek
Christoph Masurek
Christoph studiert Politikwissenschaften in Wien und sucht noch immer vergeblich nach der Geschäftsidee, die sein Leben sowohl erleichtert als auch bereichert.

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