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Blick in die Urlaubskasse

Von Porto bis Lissabon, Heiratsantrag inklusive

von Hannes Lustermann

Ihr langjähriger Partner hat sie in den Süden entführt, um ihr dort einen Antrag zu machen: ZASTER-Leserin Astrik Jeitler ist mit ihrem Verlobten zehn Tage durch Portugal gereist. Nicht nur wegen der vergleichsweise geringen Kosten war es eine schöne Reise.

Der Anlass

„Wir wollten ein Reiseziel innerhalb Europas, am Meer, wo wir noch nicht waren, und Portugal wurde uns von Freunden empfohlen. Außerdem wollte er mir da seinen Hochzeitsantrag machen, aber das wusste ich vorher natürlich nicht.“

Die Fahrtkosten

„Wir haben unsere Flüge bei Vueling gebucht – das ist so ein portugiesisches Easyjet. 250 Euro haben wir jeweils für Hin- und Rückflug bezahlt. Klar, das ist trotz Billig-Airline etwas teurer, was aber daran liegt, das wir nicht von gleichen Ort zurückgeflogen sind: Hinwärts ging es nach Porto und dann von Lissabon zurück. Gestartet sind wir in Zürich, das ist bei uns in der Nähe, und wir konnten da günstig für zwölf Euro mit dem Zug hin.

Für die Reise innerhalb Portugals haben wir vorab online beim ADAC einen VW gemietet. Den Tipp hatten wir von einem Freund – 200 Euro für sechs Tage mit unbegrenzten Fahrkilometern, Vollkasko und allem Drum und Dran. Bei Sixt hätten wir dafür 100 Euro mehr bezahlt, ich habe das mal durchgerechnet. Am Schluss haben wir einmal für 50 Euro voll getankt und gut war. “

Soll: 302 Euro (pro Person)

Portugal von oben
Portugal von oben © Astrik Jeitler

Die Unterkunft

„Die haben wir für den Aufenthalt in Porto und Lissabon auf booking.com gefunden, damit hatte ich zuvor bereits gute Erfahrungen gemacht. In Porto haben wir ein kleines Dachzimmer in einem supertollen, privaten Hostel gebucht. Kostenpunkt 90 Euro für zwei Nächte mit Frühstück. Es war klein und fein, mit einer sehr familiären Atmosphäre, wo wir abends zusammen Sangria im Garten getrunken haben. Für die Unterkünfte auf der Weiterreise hatten wir einen Lonely-Planet-Reiseführer. Unser Budget pro Nacht lag dabei immer so um die 25 Euro pro Person pro Nacht.“

Soll: 547 Euro (pro Person)

Die Verpflegung

„Da wir viel unterwegs waren, haben wir uns tagsüber auf den örtlichen Märkten versorgt und sind abends warm essen gegangen. Gerade im Norden des Landes sind Lebensmittel und Restaurantbesuche nochmal einen Tick günstiger als in Deutschland. Je näher du Lissabon kommst, desto mehr steigen auch die Preise, da die Region touristischer ist. In Coimbra, einer süßen mittelalterlichen Stadt, sind wir einer Empfehlung von Lonely Planet gefolgt und in die winzige Taverne „Ze Manel“ gegangen. Auf der Karte standen nur zehn lokale Leckerbissen, ähnlich wie spanische Tapas. Wir haben einfach mehrere bestellt, und für 40 Euro war es unglaublich gut. Dann sind wir zum ,Garten der Liebenden‘ spaziert, wo mir mein Verlobter einen Antrag gemacht hat.“

Soll: 697 Euro (pro Person)

Garten der Liebenden in Coimbra
Garten der Liebenden in Coimbra © Astrik Jeitler

Sightseeing

„In Porto und Lissabon waren wir in mehreren Kirchen. Das hat natürlich keinen Eintritt gekostet, aber man hat eine Spende dagelassen. In Lissabon waren wir im Praça do Comércio, einem Palast im maurischen Stil, der war sehr beeindruckend. Viele Hauswände sind aufwendig mit Kacheln verziert, das ist sehr typisch für Portugal und hat uns besonders gefallen.“

Soll: 737 Euro

Fun Fact

„Egal wo wir waren, es ist kein Tag vergangen, an dem wir uns nicht bei einer Bäckerei oder in einem Café Pastel de nata geholt hätten – das sind Blätterteigtörtchen mit Pudding, kann ich nur jedem empfehlen!“

Fazit
„Ich würde nichts anderes machen – wir haben die richtige Mischung aus Preis und Leistung gehabt, und es war einfach ein klasse Urlaub, der mir sowieso immer in Erinnerung bleiben wird.“

Pro Person kostete der Trip: 737 Euro.

Ein traditionell verziertes Haus
Ein traditionell verziertes Haus © Astrik Jeitler
Café In Portugal
Café In Portugal © Astrik Jeitler

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