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Die besten Freunde des Menschen

Das sind die zehn teuersten Hunderassen der Welt

von ZASTER Redaktion

Den besten Freund des Menschen zu beziffern fällt schwer, doch auch unsere vierbeinigen Partner haben ihren Preis – zumindest wenn man sich mit Zuchtrassen beschäftigt. Klar ist jedoch, dass dieser niemals mit dem emotionalen Wert übereinstimmt. ZASTER zeigt dir die zehn teuersten Hunderassen der Welt und ihre gemeinsame Geschichte mit dem Menschen.

Die folgenden Preise in der Liste orientieren sich an den höchsten Maßstäben der Zucht, also der Reinrassigkeit, Gesundheit und auch der Verbreitung in Europa. Selbstverständlich können einzelne Hunde weitaus weniger oder mehr kosten. Wir sprechen hier schließlich nicht von Supermarktware, sondern von Lebewesen, die bereits seit langer Zeit eine enge Verbindung mit dem Menschen haben.

Wenn du auf der Suche nach einem Vierbeiner bist, solltest du dich vielleicht einfach in einem nahgelegenem Tierheim umsehen. Die Hunde kosten dort nicht nur wesentlich weniger, sondern haben in der Regel auch viel dringender menschliche Fürsorge nötig.

10
Akita

Preis einiger Züchter: rund 1200 Euro – 1500 Euro

Der loyale Wach- und Zughund aus Japan gehört weltweit zu den beliebtesten Hunderassen überhaupt. Die aus Nordjapan stammende Rasse wurde früher zur Jagd von Schwarzbären und später auch als Begleiter der Samurai eingesetzt. Im Zweiten Weltkrieg musste das Fell des Akitas zur Produktion von Militärkleidung herhalten, woraufhin er vom Aussterben bedroht war. Durch Kreuzungen gelang die Rettung und aus ihr gingen zwei Linien der Rasse hervor: Der japanische und der amerikanische Akita.

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9
Rottweiler

Preis einiger Züchter: rund 1500 Euro

Diese Exemplare stammen aus der gleichnamigen Stadt Rottweil in Baden-Württemberg. Hier wurde der muskulöse und unerschrockene Rottweiler als Metzgerhund und Wächter der Viehherde eingesetzt. Seine Zuverlässigkeit machte ihn 1910 sogar zum Polizei- und Militärhund. Durch sein Wesen wurde er in einigen Bundesländern zum Listenhund. Seine Haltung ist daher nur unter bestimmten Einschränkungen erlaubt.

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8
Zwergspitz

Preis einiger Züchter: rund 2000 Euro

Der kleine Spitz wird auch Pomeranian (oder liebevoll "Pom") genannt, da seine Wurzeln in der deutsch/polnischen Pommern-Region liegen. Im 19. Jahrhundert etablierte sich das Fellknäuel auch als beliebter Familienhund in England und schaffte es dort sogar bis ins Königshaus. Queen Victoria soll ganze 35 Pomeranians gleichzeitig in ihrem Palast beherbergt haben und verlieh der Rasse ihren (royalen) Ruhm.

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7
Saluki

Preis einiger Züchter: rund 2000 Euro

Im Nahen Osten wird der Saluki bereits seit vielen Jahrtausenden als treuer Jagdbegleiter und Partner verehrt. Der orientalische Windhund wird als Geschenk Allahs gehuldigt und zeichnet sich durch sein ruhiges Wesen aus. Dank der hohen Geschwindigkeit war er auch den Beduinen ein zuverlässiger Jagdgefährte, der es problemlos mit Hasen und Gazellen aufnehmen konnte. Auf dem europäischen Markt kostet ein Saluki-Welpe rund 2000 Euro. Wenn du Wert auf eine rein arabische Abstammungslinie legst, kann schnell das fünf- oder sogar sechsfache anfallen. Bei vielen Arabern gilt das Tier nicht nur als Freund, sondern auch als Statussymbol.

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6
Peruanischer Nackthund

Preis einiger Züchter: rund 2500 Euro

Sein Name ist Programm: Ohne Fell macht der peruanische Nackthund durch seine blanke Haut auf sich aufmerksam, die meist schwarz-weiß gepunktet ist. Der Nackthund gilt als Kultur-Instanz in Südamerika und wurde bereits auf Abbildungen, die rund 750 v. Chr. angefertigt wurden, gemalt. Schon die Inkas sollen darauf geachtet haben, dass sich der Vierbeiner nicht mit anderen Rassen vermischt und außerdem den Verzehr von Hundefleisch verboten haben. In Europa gibt es nur wenige Züchter von Nackthunden und nicht wenige Hunde werden von Liebhabern aus Südamerika mitgebracht. Das macht sie selten und umso begehrter (und teurer).

5
Azawakh

Preis einiger Züchter: rund 2500 Euro

Und wieder ein Windhund! Der schlanke Körper mit den langen Beinen stammt ursprünglich aus der südlichen Sahara-Region, mittlerweile ist der Azakawah aber auch in Europa und Amerika weit verbreitet. Der fleißige und sensible Jäger war lange Zeit Begleiter der Fulani und Tuareg und versorgte die Nomaden-Gruppen durch Hetzjagden mit Kaninchen und Gazellen. Wenn du dich für diesen sportlichen Begleiter interessierst, wirst du sicher auf Züchter aus Frankreich aufmerksam. Dort begann der Hype um den leidenschaftlichen Läufer in den 1980er-Jahren.

4
Pharaonenhund

Preis einiger Züchter: bis zu 6000 Euro

Den Namen Pharaonenhund verdankt er seiner Ähnlichkeit mit den Abbildungen des ägyptischen Gottes Anubis. Seine Wurzeln liegen zwar in Ägypten, doch bekannt wurde er insbesondere auf Malta, wo er den Menschen schon seit Jahrtausenden als Jagdhund dient. Das Patronat über die Rasse wiederum hat Großbritannien: Dort wird er seit den 1960er-Jahren mit viel Aufwand gezüchtet und zur Kaninchenjagd eingesetzt. Der sportliche Vierbeiner braucht viel Auslauf und Bewegung sowie eine intensive Erziehung. Seine Eleganz und Eigenwilligkeit haben jedoch ihren Preis und sind daher nur schwer zu ergattern. In Deutschland gab es in den vergangenen Jahren nur selten Würfe. Wenn du einen Pharaonenhund suchst, musst du dich also zwangsläufig im Ausland erkundigen.

3
Do Khyi

Preis einiger Züchter: bis zu 6000 Euro

Der Do Kyhi, oder gemeinhin auch Tibet Mastiff, war lange Zeit ein Wach- und Schutzhund für Klöster und Bauernhöfe im Tibet. Darüber hinaus begleitete er auch Nomaden und Hirten bei ihren Wanderungen durch den Himalaya und wurde so ein widerstandsfähiger und wehrhafter Hund, vor dem sowohl Schneeleopaden als auch Bären zurückgeschreckt sein sollen. Was nicht verwundert, lassen sein langes und schützendes Fell ihn doch manchmal selber wie einen Bären oder Löwen aussehen. Von der Rasse gibt es nur wenige Exemplare und ein Großteil ist durch die kleine Zuchtbasis anfällig für Krankheiten und Gendefekte geworden. Das friedliche Tier ist im europäischen Raum ebenfalls sehr selten und hat daher seinen hohen Preis.

Übrigens: Ein Vertreter dieser Rasse wurde zum teuersten Hund aller Zeiten. Ganze 1,4 Millionen Euro wurde 2014 auf einer Luxus-Haustiermesse in China für einen goldfarbenen Tibet Mastiff bezahlt.

2
Samojede

Preis einiger Züchter: bis zu 9000 Euro

Der nordische Schlittenhund begleitet den Menschen schon seit Jahrtausenden durch die Kälte Sibiriens und übernimmt dabei zahlreiche Aufgaben: Entweder zieht der Samojede das Gepäck mit dem Schlitten, oder er jagt und bewacht die Herde samt Herrchen und Frauchen. Auch Geschichten von mutigen Kämpfen mit Eisbären werden überliefert, doch ob diese stimmen, ist bis heute nicht eindeutig belegt. Klar hingegen ist die enge und lange Bindung zum Menschen. 2017 fanden Archäologen Überreste von 9000 Jahre alten Samojeden-Skeletten, die durch den Permafrost so gut erhalten waren, dass man ihren Einsatz als Schlittenhunde belegen konnte. Heute gelten die schneeweißen Exemplare als äußerst selten – und teuer. Für Zuchtexemplare mit sibirischer Linie und dem ganz klaren schneeweißen Fell werden auch mal fünfstellige Summen fällig.

1
Löwchen

Preis einiger Züchter: bis zu 9000 Euro

Schon im Mittelalter wurde das französische Löwchen von Wohlhabenden und Herrschenden gehalten. In vielen Kirchenbildern finden sich heute noch Abbildungen der Adelslieblinge und in der Kathedrale von Amiens aus dem 13. Jahrhundert existieren sogar zwei in Stein gemeißelte Löwchen. Im Jahr 1965 war die Rasse beinahe komplett ausgestorben, weltweit gab es weniger als 100 Exemplare. Das machte den Inbegriff des Schoßhündchens noch teurer und begehrter. Mittlerweile hat sich der Bestand zwar erholt, doch für einen reinrassigen Hund wird noch immer viel Geld verlangt.

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ZASTER Redaktion
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