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Tesla Hauptversammlung

Rekordquartal vs. Reality - Elon Musk begeistert Anleger

von Moritz Weinstock

Tesla-Chef Elon Musk hat es geschafft, die Aktionäre bei der Hauptversammlung positiv zu stimmen - und das trotz sinkender Produktionszahlen und weiteren Verlusten.

Das erste Quartal war keines, dass sich der amerikanische Elektroautohersteller Tesla dick auf die Brust schreiben wird. Es gab massive Probleme in der Produktion des Hoffnungsträgers Model 3. Statt jedoch hohe Verkaufszahlen zu erzielen und viele neue Autos auf die Straßen zu entlassen, fiel die Zahl der Auslieferungen um 31 Prozent. Der Nettoverlust von Tesla stieg auf satte 703 Millionen Dollar zu Jahresbeginn.

Bei der Hauptversammlung am vergangenen Dienstag gab es für den Chef Elon Musk dennoch keinen Grund zur Sorge. Im Gegenteil: für das kommende Quartal verspricht er den Aktionären wahre Rekordzahlen. Rollten im ersten Teil des Jahres noch knapp 63.000 Neuwagen vom Band, sollen es im zweiten Quartal zwischen 90.000 - 100.000 sein. Insgesamt wagte Musk sogar eine Jahresprognose von bis zu 400.000 produzierten und abgesetzten Teslas.

Technik vor Profit

Wirklich profitabel ist Tesla noch immer nicht. Das liegt laut Musk vor allem an den enormen Wachstumsbestrebungen, die das Unternehmen verfolgt.

Es ist schwierig, mit einer hohen Wachstumsrate profitabel zu sein
Elon Musk, Tesla-Chef

In China wird beispielsweise derzeit die dritte Gigafactory fertiggestellt, die Reichweite diverser Modelle soll gesteigert und die Batterietechnik optimiert werden, und auch die Fahrzeugflotte soll weiter ausgebaut werden. Zum Beispiel mit einem ersten Elektro-Truck,

oder dem geplanten Model Y, dem bisher kleinsten Elektroauto des Herstellers.

Zudem stehen weiterhin Pläne im Raum, einen eigenen Produktionsstandort in Europa umzusetzen. Die Anleger scheinen dem Chef vorerst einen neuen Vertrauensvorschuss zu gewähren. Die Aktie konnte seit Anfang Juni wieder an Fahrt aufnehmen und liegt derzeit bei knapp unter 200 Dollar.

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Moritz Weinstock
Moritz Weinstock
Moritz hat Kommunikationswissenschaften in Wien studiert und seine Leidenschaft fürs Schreiben mit nach Berlin gebracht. Nach lehrreichen Jahren als Redakteur bei einem Motorradmagazin, ist er nun als Channel-Editor für ZASTER tätig. Sein Zugang zur Wirtschaftswelt: er lebt auf zehn Quadratmetern und spart, was das Zeug hält.

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