Heute ist Stan Kroenke ein Sportmogul. Voraussetzungen und Begeisterung dafür gehen bis in seine Kindheit zurück: Aufgewachsen ist er im US-Bundesstaat Missouri, im Sägewerk seines Vaters. Schon im Alter von zehn Jahren führte er im väterlichen Betrieb die Bücher. Seine Begeisterung für Sport entflammte dann während seiner Highschool-Zeit: Er spielte Baseball und Basketball.

Was ihm gehört: Vor 19 Jahren gründete er die Holding-Firma Kroenke Sports & Entertainment, die die Mehrheit der Anteile von sieben erstklassigen Teams hält – sechs davon in den USA und der FC Arsenal in Europa:

  • FC Arsenal, einer der Top-Fußballclubs der englischen Premier League
  • Los Angeles Rams, Football-Team in der NFL
  • Denver Nuggets, Basketball-Team in der NBA
  • Colorado Avalanche, Eishockey-Team in der NHL
  • Colorado Rapids, Fußballteam in der MLS
  • Colorado Mammoth, Lacrosse-Team in der NLL
  • Los Angeles Gladiators, eSport-Team für das Blizzard-Spiel Overwatch

Kroenke und der FC Arsenal: Er kaufte sich Stück für Stück beim Traditionsclub ein, angefangen mit einem Anteil von knapp zehn Prozent. Trotz anfänglicher Skepsis seitens der Clubführung ließ man ihn gewähren, als Gegengewicht zum anderen Großaktionär, dem Russen Alisher Usmanov.

Ihm hat Kroenke angeboten, seine Anteile für rund 670 Millionen Euro abzukaufen, wonach ihm rund 97 Prozent aller Aktien gehören würden. Offiziell möchte er den FC Arsenal als alleiniger Besitzer zurück an die Spitze des englischen und europäischen Fußballs führen. Vereinsmitglieder und Fans sind jedoch alarmiert, dass er den Club dann aus wirtschaftlichen Erwägungen ausbluten lassen könnte.

Denn der FC Arsenal wirft gutes Geld ab, auch wenn es sportlich nicht immer rund läuft: 2016 etwa war er der erste Premier-League-Club, dessen Einkommen in der Saison die Marke von 100 Millionen Pfund übertraf.

Fun Facts:

Zu erstem Reichtum brachte es Kroenke durch Grundbesitz – vornehmlich Acker- und Weideland. Später heiratete er Ann Walton, eine Erbin der riesigen Supermarkt-Kette Walmart. Ihr Firmenanteil ist inzwischen alleine rund fünf Milliarden Dollar wert.

Die drei Colorado-Teams sowie die Denver Nuggets sind inzwischen allesamt im firmeneigenen Pepsi Center, der Arena von Denver im Bundesstaat Colorado, beheimatet. Das erhöht die Auslastung und spart Geld.

Über sein professionelles Engagement hinaus ist wenig über den Mann bekannt, dem die US-Presse den Spitznamen „silent Stan“ (stiller Stan) verpasste, da er sich nur äußerst selten öffentlich äußert oder gar Interviews gibt.