Große Zaster Spar-Serie

So sparst du beim Handy-Vertrag

von Nils Matthiesen

Schlendrian kostet die Deutschen jährlich Milliarden Euro. Zaster zeigt, wie du einfach Hunderte oder gar tausende Euro sparst.

Unfassbare 48 Milliarden Euro verschleudern die Deutschen durch teure Verträge – das behauptet der Geldverschwendungsreport 2018 des Vergleichsportals Verivox. Die Tarifexperten haben auf Basis eigener und externer Marktdaten für acht verschiedene Verträge rund um den Haushalt nachgerechnet, wie hoch das theoretische Sparpotenzial der Verbraucher in Deutschland ist.

Selbst, wenn die Summe zu hoch gegriffen sein sollte, verplempern tatsächlich Viele unnötig Geld durch zu teure Verträge. Entweder, weil sie Altverträge einfach weiterlaufen lassen oder beim Abschluss unnötige Fehler begehen. Dabei kostet es nur einige Stunden Zeit pro Jahr um womöglich Hunderte oder sogar Tausende Euro zu sparen. Tarifwechsel sind alles andere als kompliziert, über Vergleichsportale wie verivox.de oder check24.de ist das mit wenigen Mausklicks schnell erledigt. Auf gute Leistungen muss dabei keiner verzichten.

Discounter statt Netzbetreiber

Allein rund ums Thema Smartphone sind locker mehrere Hundert Euro Ersparnis pro Jahr drin. Würden zum Beispiel knapp zwei Drittel der Handykunden ihren Vertrag statt bei einem der drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone oder Telefonica O2 bei einem günstigeren Discount-Anbieter abschließen, könnten sie im Schnitt über 220 Euro pro Jahr sparen, so Verivox. Immerhin zahlen deutsche Kunden sportliche 22,89 Euro für ihren Handyvertrag 22,89 Euro pro Monat.

Knackpunkt Datenvolumen

Wichtig vor einem Umstieg ist, dass du deine Handy-Nutzung möglichst genau analysierst. Die Gretchenfrage lautet inzwischen, wie viel Datenvolumen du im Monat tatsächlich brauchst. Denn der Preis der Verträge richtet sich maßgeblich an diesem Wert. Beispiel: Wenn du mit 1 GB Datenvolumen und 100 Telefonminuten auskommst, musst du nicht mehr als 4 Euro pro Monat zahlen. Tarife mit Allnet-Flat und 3 GB Datenvolumen gibt es schon für weniger als 8 Euro pro Monat.

Zaster-Tipp: So ermittelst du deinen Datenverbrauch

Du bist dir nicht sicher, wie viel Datenvolumen du brauchst? Dein Smartphone weiß es:

  • Android: Öffne die „Einstellungen“ und darin den Menüpunkt „Datenverbrauch“ oder „Datennutzung“. Nun gelangst Du zur Übersicht, die Deinen Datenverbrauch der vergangenen 30 Tage anzeigt.
  • iOS: Öffne die „Einstellungen“ und darin den Menüpunkt „Mobiles Netz“. Unter „Aktueller Zeitraum“ taucht Dein bisher verbrauchtes Datenvolumen auf. Leider zählt das iPhone immer weiter, bis du den Zähler ganz unten über „Statistiken zurücksetzen“ auf null setzt. Mache das und schaue dann nach einer Woche oder einem Monat erneut nach, um brauchbare Werte zu erhalten. Alternativ kannst Du auch das Datum bei „Letztes Zurücksetzen“ als Basis nutzen, um deinen monatlichen Datenverbrauch zu berechnen.

Die 5 besten Spartipps für deinen Handyvertrag

1
Vertrag ohne Handy

Wenn du ein neues Smartphone brauchst, besorge es dir bei einem Händler und nicht im Paket mit einem Vertrag. Denn bei einem über den Vertrag „subventionierten“ Handy legen die Anbieter die Kosten für das Gerät per Ratenzahlung auf die monatliche Gebühr um. Oft übersteigen die Aufschläge auf 24 Monate hochgerechnet aber deutlich den Preis für ein Neugerät.

2
Rechtzeitig kündigen

Mobilfunkanbieter müssen um jeden Kunden kämpfen. Kündige daher fristgerecht deinen Vertrag drei Monate vor Ablauf der 24 Monate. Dein Anbieter wird versuchen, dich als Kunden zu halten. Oft kommst du so in den Genuss von Neukundenpreisen oder anderen Rabatten. Am besten informierst du dich rechtzeitig über aktuelle Konditionen für Neukunden. So weist du genau, welche Konditionen möglich sind. Tipp: Damit du es nicht vergisst, kündigst du am besten direkt nach Vertragsabschluss.

3
Handyvertrag online bestellen

Wenn du deinen Mobilfunkvertrag in einem Ladengeschäft abschließt, kostet das häufig mehr im Vergleich zum Internet. Denn hier locken viele Anbieter mit speziellen Konditionen, die nur für Online-Kunden gelten.

4
Datenautomatik deaktivieren

Einige Provider bieten weiterhin Tarife mit der „Datenautomatik“ im Programm. Das bedeutet, wenn du das inkludierte Datenvolumen verbrauchst, werden automatisch kostenpflichtig weitere Datenpakete gekauft. Immerhin lässt sich diese Funktion bei den meisten Anbietern (aber nicht bei allen!) abschalten. Das solltest du auf jeden Fall machen. Um Tarife ohne abschaltbare Datenautomatik solltest du generell einen Bogen machen.

5
Spezielle Tarife für Schüler, Studenten und Azubis bringen nichts

Da junge Leute selten über üppige Budgets verfügen, bieten einige Anbieter für diese Zielgruppe spezielle Tarife an. Gegen einen entsprechenden Nachweis locken sie dann mit Rabatten auf die monatliche Grundgebühr, mehr Datenvolumen – oder beides. Allerdings sind diese Spezialtarife nicht unbedingt günstig. Denn insbesondere die großen Netzbetreiber, die zu den teuersten im Markt gehören, werben mit solchen Angeboten. Die „normalen“ Tarife von Discountern sind oft billiger.

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Nils Matthiesen
Nils Matthiesen

Nils ist Journalist sowie Texter und beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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