GROSSE ZASTER SPAR-SERIE Teil 2

So sparst Du beim Internet-Vertrag

von Nils Matthiesen

Der Mensch ist träge. Deshalb sitzen noch Viele auf ihren alten DSL-Verträgen und vergeuden so Tempo und viel Geld. Wie du deinem Anschluss auf den Zahn fühlst, einen besseren findest und dadurch viel Geld sparst, erklärt dir Zaster.

Jeder, der seinen DSL-Vertrag einfach weiterlaufen lässt, verschenkt bares Geld. Denn fast alle Provider sind nach einer Kündigung viel eher bereit, eine Vertragsverlängerung mit besseren Konditionen und anderen Boni zu garnieren. Viele Unternehmen bestrafen regelrecht Ihre treuen Kunden, Neukunden werden dafür umso mehr umgarnt. Die erhalten meist bessere Konditionen, kräftige Rabatte und nicht selten eine tolle Prämie oben drauf. Darum solltest du deine Internet-Partnerschaft am besten heute auf den Prüfstand stellen.

Abhängig vom Vertrag sprechen verschiedene Gründe für einen Wechsel

  • Neuverträge mit besseren Konditionen: Viele Verträge waren bei Vertragsabschluss klasse, im Laufe der Zeit hat die Konkurrenz aber bessere Angebote auf den Markt gebracht. Das ist gerade im hart umkämpften Internet- und Mobilfunksektor sehr häufig der Fall. Wenn du häufig vergleichst und in günstigere Verträge wechselt, kannst du sehr viel Geld sparen.Bei Tarifen mit 100 MBit/s erstreckt sich die Preisspanne vom günstigsten bis zum teuersten Tarif beispielsweise über gut 30 Euro im Monat. Bis zu 360 Euro lassen sich so im Jahr sparen.
  • Verträge mit eingebauter Abzocke: Mobilfunk- und DSL-Anbieter ködern Neukunden mit äußerst günstigen Tarifen für die Mindestvertragslaufzeit. Anschließend wird’s deutlich teurer. Vor solchen Vertragsfallen schützt nur eine rechtzeitige Kündigung. Ist der Vertrag abgelaufen, schließt du einen neuen Vertrag zu vorteilhaften Neukunden-Konditionen ab.
  • Rabatt-Angebote bekommen: Wenn du wechseln willst, melden sich vorm Ablauf des Vertrags oft die Anbieter. Damit du von der Kündigung Abstand nimmst, locken sie mit Treue-Rabatten. Nicht selten entsprechen diese Konditionen denen von Neukunden.

Langsamer ist teuer

Gut zu wissen: In den 50 größten deutschen Städten sind die Durchschnittspreise für einen High-Speed-Internet (50 Mbit/s und mehr) in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich gefallen (Quelle: Check24.de). Im Schnitt zahlten Kunden im Anfang 2015 noch rund 36 Euro pro Monat, im Juli 2017 2016 waren es nur noch knapp 27 Euro. Bei Anschlüssen mit 16 MBit/s blieb dagegen der Preis nahezu konstant um die 29 Euro. Langsamer ist also inzwischen teurer! Highspeed-Surfen mit mindestens 100 MBit/s ist inzwischen günstiger als mit 16 MBit/s. Das mag unglaublich klingen, lässt sich aber ganz logisch erklären. „Bandbreiten ab 50 MBit/s werden häufig über Kabel oder Glasfaser übertragen. Die Anbieter betreiben ihre eigenen Netze und haben dadurch einen größeren Spielraum bei der Preis- und Geschwindigkeitsgestaltung“, so Erwin Biebrich von Check24. „Tarife mit 16 MBit/s kommen dagegen in der Regel von DSL-Anbietern, die für die Nutzung der Telefonleitung Gebühren zahlen müssen und diese entsprechend an den Kunden weitergeben.“

HighSpeed-Internet wird vor allem in Ballungsgebieten immer günstiger. Doch auch die Differenz zwischen 50 und 100-MBit/s-Anschlüssen unterschiedlicher Anbieter ist teilweise enorm. Aus diesem Grund solltest du immer einen Tarifvergleich durchführen, bevor du dich für einen neuen Anbieter entscheidest. Weitere wichtige Punkte findest du in der Checkliste.

Checkliste: Neue Verträge mit besseren Konditionen abschließen

  • Eigene Vertragskonditionen mit anderen Angeboten vergleichen, zum Beispiel auf Vergleichsportalen wie wieistmeineip.de, check24.de oder verivox.de.
  • Junge Leute profitieren oft von Altersrabatten. Check24 hat ermittelt, dass Kunden unter 28 Jahren bis zu 14 Euro monatlich sparen können.
  • Falls es bessere Angebote gibt: Mindestvertragslaufzeit und Kündigungsfrist des eigenen Vertrags prüfen. (Entsprechende Infos findest du in den Vertragsunterlagen oder bekommst du telefonisch per Hotline).
  • Formvorschriften bei der Kündigung beachten, vor allem die „Mindestvertragslaufzeit“.
  • Kündige in wenigen Minuten mit dem Service von Abo-Alarm.
  • Erkundige dich über spezielle Angebote für Neukunden, zum Beispiel auf Vergleichsportalen oder der Internetseite des Internet-Anbieters.
  • Gleichzeitig auf Rückholangebote für den bestehenden Vertrag warten.
  • Rechtzeitig neuen Vertrag abschließen. (Damit du nicht plötzlich ohne Internet-Anschluss dastehst)

Kasten: Checkliste für Neuverträge

  • Preise: Wie lange gelten Rabatte? Was kostet’s danach? Wann bekommst du – falls vorhanden - den versprochenen Bonus? Nehme dir Zeit fürs Kleingedruckte.
  • Nehme falls möglich keine Zusatzdienste in Anspruch, die anfangs nichts kosten. Wenn du vergisst diese abzubestellen, kann’s teuer werden.
  • Mindestlaufzeit: Wie lang ist die Mindestvertragslaufzeit? Verträge mit kurzen Laufzeiten sind kundenfreundlicher.

Tipp: Beim Vertragswechseln übernimmt nicht selten der neue Anbieter die Kündigung für dich. Frage am besten einfach nach.

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen

Nils ist Journalist sowie Texter und beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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