GROSSE ZASTER SPAR-SERIE

So sparst du bei Ratenkrediten

von Nils Matthiesen

Urlaub, ein neues Smartphone, schicke Möbel? Oft fehlt dafür das nötige Kleingeld. Ratenkredite versprechen Abhilfe. Bevor du einen abschließt, beachte aber die Zaster-Tipps.

Am besten ist es natürlich, für Konsum gar keinen Kredit aufzunehmen. Das solltest du wirklich nur dann tun, wenn du gerade knapp bei Kasse und absolut sicher bist, keine Probleme beim Abstottern des Kredits zu haben. Lustkäufe ohne entsprechend Flüssiges auf dem Konto, gilt es sich zu verkneifen. Kommst du um einen Ratenkredit nicht herum, beachte zumindest die Zaster-Tipps.

1
Die „Ab“-Falle

Ratenkredite hören sich gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase oft sehr verlockend an. Ob locken Banken mit extrem attraktiven Zinsen, gar keinen oder sogar Negativzinsen (dazu später mehr). Der Haken an der Sache: Die besonders guten Konditionen bekommst du nur mit einer einwandfreien Bonität, also etwa hohem Einkommen oder anderen Sicherheiten. Kaum jemand bekommt die in der Werbung angepriesenen Lockzinsen. Bei Vergleichsportalen wie verivox.de und Check24 sind die Kredite nach dem günstigsten Zins sortiert, nicht nach dem realen. Davon solltest du dich nicht verwirren lassen. Zum Glück findest du hier auch Angaben, wie hoch die Zinsen maximal ausfallen (siehe Bild). Bevor du also zum Beispiel schon die neue Superglotze vor deinem geistigen Auge an die Wand hängst, informiere dich über konkrete Angebote. Erst wenn du deine finanziellen Hosen herunterlässt, weißt du wirklich, wie günstig ein Kredit für dich ist.

2
Andere ins Boot holen

Wie du im ersten Tipp gelernt hast, ist eine gute Bonität das A & O für niedrige Zinsen. Das kannst du zu deinem Vorteil nutzen. Wenn du einen zweiten Kreditnehmer wie deinen Partner ins Boot holst (idealer Weise mit einem guten Job), musst du weniger Zinsen berappen.

3
Auf Effektivzins achten

Je höher die Kreditsumme und je länger die Laufzeit, desto größer die Rolle des Zinssatzes. lohnt es sich, auf die Höhe des Zinses zu achten. Der Unterschied zwischen einem niedrigen und einem hohen Zinssatz kann je nach Kreditsumme schnell hunderte von Euro ausmachen. Wichtig: Vergleiche auf den einschlägigen Vergleichsportalen insbesondere die effektiven Jahreszinsen. Diese beinhalten im Unterschied zum Sollzins sämtliche anfallenden Kreditkosten – nicht nur die Gebühren für den Geldverleih.

4
Faktor Laufzeit

Schließt du einen Ratenkredit ab, hast du die Wahl zwischen verschieden langen Laufzeiten. Je länger die Laufzeit, desto niedriger die monatliche Belastung. Kein Vorteil ohne Nachteil: Durch eine längere Laufzeit steigt im Normalfall leider die gesamte Zinsbelastung. Aus diesem Grund solltest du die kürzeste Laufzeit wählen, dessen Raten du aufbringen kannst. Räume dir aber auf jeden Fall ein finanzielles Polster für Notfälle ein.

5
Von Spezialkrediten profitieren

Einige Banken offerieren spezielle Konditionen für bestimmte Käufe wie Autos, technische Geräte oder Wohnungseinrichtungen. Achte also in Vergleichsportalen darauf, gegebenen den entsprechenden Verwendungszweck anzugeben.

6
Keine Ausfallversicherung

Sogenannte Restschuldversicherungen übernehmen offene Raten bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Tod. Die Verbraucherzentralen bezweifeln allerdings den Nutzen solcher Versicherungen, vor allem bei Kleinkrediten. Und bei großen Summen sind die Absicherungen durch Risikolebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen die besseren Alternativen.

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen

Nils ist Journalist sowie Texter und beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

Noch mehr 
Zaster