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Nie wieder arbeiten

Mit 38 in Rente? Ja, das kann funktionieren!

von Nils Matthiesen

Während die einen mit Ende 30 im Beruf erst richtig durchstarten, hat Tanja Hester den Stress bereits hinter sich gelassen. ZASTER erklärt, wie sie das geschafft hat.

So kannst du mit 38 in Rente gehen


Das Ziel im Visier
Bestimme zuerst, wie du dir deinen Ruhestand vorstellst, zum Beispiel mit welch schönen Aktivitäten du deine Tage verbringen willst und wie deine langfristigen Lebensziele aussehen. Du brauchst ein klares Ziel vor Augen, ohne wirst du die Mission „vorzeitiger Ruhestand“ nicht packen.

Jahresbudget bestimmen
Du muss genau wissen, wie viel Geld du fürs Leben benötigst – wohlgemerkt ohne Gehalt zu kassieren. Hast du das ausgerechnet, empfiehlt Tanja Hester, das 25- bis 35-fache der prognostizierten Jahresausgaben anzusparen. Das ist auf jeden Fall eine Menge Holz. „Als Mark und ich zum ersten Mal berechnet hatten, wie viel wir sparen müssten, waren die Zweifel groß. Können wir das wirklich schaffen?“. Dabei beschreibt sich Hester als eine Person, die in ihrem ganzen Leben nicht gut mit Geld umgehen konnte. Nur mit unglaublicher Willenskraft gelang es ihr, jeden einzelnen Dollar umzudrehen und nicht unnötig auszugeben.

Passives Einkommen schaffen
Laut Tanja Hester ist es sehr wichtig in den Ruhestandjahren ein zusätzliches passives Einkommen zu genieren. Dabei kann es sich um Immobilien und andere Anlageformen handeln, etwa Aktien mit besonders hohen Dividendenausschüttungen. Persönlich bevorzugt Hester Indexfonds, da sie keine Lust hat, sich mit Themen wie Aktienauslese zu befassen.

Gesundheitskosten im Auge behalten
Das Gesundheitssystem in den Staaten lässt sich mit dem hiesigen kaum vergleichen. Ärztliche Behandlungen oder Krankenhausaufenthalte sind auf jeden Fall vergleichsweise teuer. Umso wichtiger ist Tanja Hester das Thema Krankenversicherung. „Die Aufrechterhaltung einer echten Krankenversicherung im Vorruhestand muss ein fester Plan des Finanzplans sein“, so ihr Rat. Fest steht: In Zukunft wird es mit Sicherheit nicht billiger.

Während die meisten in diesem Alter gerade mal ein paar Jahre arbeiten, hat sich Tanja Hester mit 38 bereits zur Ruhe gesetzt. Der Plan reifte bereits mit Anfang 30, als beim Vater der damaligen Polit-Kommunikationsstrategin das Ehlers-Danlos-Syndrom diagnostiziert wurde. Dabei handelt es sich um eine genetische Erkrankung, die im Laufe der Zeit zunehmend schlimmere Gelenkschmerzen und Mobilitätsprobleme verursacht und so die Arbeitsfähigkeit drastisch beeinträchtigt.

In dem Wissen, dass auch sie früher oder später dasselbe Schicksal ereilt, beschlossen sie und ihr Mann, der politische Forscher Mark Bunge, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Dazu entwickelten sie zunächst ein Verfahren, um festzustellen, wie viel Geld sie für einen angenehmen lebenslangen Ruhestand benötigen würden und stellten ihr Leben radikal um. Wenige Jahre später, im Alter von 38 beziehungsweise 41, war es dann soweit: Beide kündigten und versuchen nun das Leben solange zu genießen, wie es Tanja Hester möglich ist. Statt Meetings, nervigen Chefs und Stress heißt es jetzt Schlafen, Mountainbiken und Fernsehen. Wie haben die beiden das nur geschafft? Vor allem folgende 4 Tipps halfen bei der Verwirklichung diese ungewöhnlichen Lebenswegs.

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Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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