Darum sind sie unbezahlbar: „Die beiden Stühle sind schon Ewigkeiten Teil des Familienhaushalts und erinnern mich vor allem an meinen Großvater. Für mich war er schon als Kind ein Sinnbild für Eleganz und Stil: Er hatte Klasse und legte Wert auf Qualität. Wenn er etwas gekauft hat, wie die beiden Stühle als Geschenk für meine Mutter, dann sollte es auch etwas Ordentliches sein. Die Stühle sind Designklassiker.“

So ist sie rangekommen: „Die beiden Thonet-Stühle von 1970 standen im Haus meines Großvaters. Nach seinem Tod wurde der Haushalt aufgelöst, was in die Zeit fiel, zu der ich bei meinen Eltern ausgezogen bin und Möbel für meine neue Studentenwohnung in Siegen brauchte. Da habe ich die beiden Stühle quasi an mich gerissen.“

So hat sie rausbekommen, dass sie wirklich viel wert sind: „Vor zwei Jahren hab ich hier in Berlin eine WG-Party veranstaltet und da sprach mich ein Freund auf die Stühle an: ,Hey, die sind ja von Thonet!‘ Ich war überrascht, denn ich wusste ich gar nicht, was für einen Wert die haben. Für mich war nur klar, das sind klassische Stühle, mit denen ich was verbinde und die schön sind. Im Internet kosten sie selbst ohne Lehne schon mehrere Hundert Euro.“

So will sie sie bewahren: „Inzwischen löst sich das Korbgeflecht bei einem der beiden Stühle langsam auf, und man kann nicht mehr so gut darauf sitzen. Ich habe deshalb definitiv vor, ihn zu einem Korbflechter zu bringen – selbst wenn das 100 oder 150 Euro kostet – weil die Stühle, die bleiben! Irgend so einen verdammten Holzstuhl kannst du ja auch bei Ikea kaufen, aber diese beiden sind für mich einfach etwas Besonderes.“