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Sparen und Fahren

In 4 Schritten zum Traumauto

von Nils Matthiesen

Der Kauf eines Neuwagens ist kompliziert. Kaum ein Verbraucher durchschaut die Tricks der Händler sowie das undurchsichtige Preissystem. Portale schaffen Abhilfe.

Der individuelle Rabatt, den Autohändler ihren Kunden einräumen, ist von undurchschaubaren Faktoren wie zum Beispiel Modell, Region und Autohausgröße abhängig. So bleibt für viele ein fairer Preis für den Neuwagen ein gut gehütetes Geheimnis. Aber wer will schon zu viel zahlen, gerade bei einer so teuren Anschaffung? Mit den folgenden Tipps zahlst du definitiv nicht zu viel.

Schritt 1: Ausführlich informieren

Soll es ein Benziner oder ein Hybridfahrzeug sein? Welche Vor- und Nachteile haben SUVs? Und welche Marken bieten das beste Infotainment? Wenn du noch unschlüssig bist, welches Fahrzeug am besten zu deinen Bedürfnissen passt, dann mach dich vorab auf diversen Testseiten und in Foren schlau. Vor allem bei motortalk.de findest du nahezu alle Infos, die du über deinen Traumwagen wissen musst.

Schritt 2: Preisvergleich

Händler abklappern, ewig mit den Verkäufern diskutieren und um den Preis feilschen – das nervt. Auto-Portale versprechen einen stressfreieren Weg zum Wunschauto – und das mit satten Rabatten von 20,30 oder gar 40 Prozent gegenüber dem Listenpreis. Neuwagenangebote kannst du auf verschiedene Weisen online finden:

Auf Autobörsen: Bei autoscout24.de und mobile.de findest du viele Neuwagenangebote, die von Autohändlern inseriert und an Endkunden verkauft werden.

Über einen Vermittler: Diese Portale verkaufen nicht selbst, sondern vermitteln den Kauf von Neuwagen zwischen Kunde und Vertragshändler. Interessenten können sich hier per Konfigurator ein Angebot exakt für ihr Wunschauto einholen. Bekannte Plattformen dieser Art sind meinauto.de, 12neuwagen.de und autohaus24.de. Einen anderen, interessanten Weg geht carwow.de. Hier stellst du dir ein Auto zusammen, und erhältst dann innerhalb von 24 Stunden verschiedene Händlerangebote per E-Mail.

ZASTER-Tipp: Rabatte sind marken- und modellabhängig

Im Schnitt kannst du zwischen zehn und 20 Prozent Rabatt zum offiziellen Listenpreis erwarten. Die Ersparnis hängt einerseits vom jeweiligen Autoportal ab: Die Angebote variieren nahezu täglich; Dauertiefstpreise für alle Modelle gibt es nirgendwo. Andererseits spielt die Automarke eine große Rolle: So gibt es bei Herstellern, die mit Absatzproblemen kämpfen und Modellen, bei denen ein Nachfolger ansteht, generell das größte Sparpotenzial. Schaue dich also auch mal bei anderen Fabrikaten um.

Schritt 3: Kontakt knüpfen

Ist die Entscheidung gefallen, nimmst du per E-Mail oder telefonisch direkten Kontakt mit dem Autohaus auf. Beispielsweise um Fragen zum Angebot zu stellen oder einen Beratungstermin oder eine Probefahrt zu organisieren. Passt alles, kommt es zum Abschluss. Der erfolgt direkt zwischen Händler und Käufer.

Schritt 4: Wagen abholen

Auch ein Auto, dass du über das Internet bestellt hast, musst du abholen – meist bei dem Händler, bei dem du es gekauft hast. Alternativ ist oft auch eine Abholung ab Werk möglich, beispielsweise bei VW in Wolfsburg. Das ist in der Regel noch einige Hundert Euro günstiger, da in diesem Fall keine oder geringere Überführungsgebühren anfallen. Möglich ist mitunter gegen Aufpreis auch eine Lieferung „bis zur Haustür“ möglich. Generell gilt: Der günstigste Händler hat sein Autohaus wahrscheinlich nicht bei dir um die Ecke. Beim Angebotsvergleich solltest du deshalb auch die Anfahrtskosten im Auge behalten.

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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