In der Regel erfährst du über deine jährliche Heizkostenabrechnung, wie hoch dein Energieverbrauch im vergangenen Jahr war. Mit diesen Tipps und Tricks behältst du ihn das ganze Jahr im Blick – und weißt schon vorher welche Kosten mit der jährlichen Heizkostenabrechnung auf dich zukommen werden.

Tipp 1: So sparst du spielend einfach Heizkosten

Mit ein paar einfachen Tipps kannst du deine Heizkosten ohne Aufwand senken: Die Heizkörper in deiner Wohnung oder in deinem Haus sollten nicht durch Möbel oder lange Gardinen verdeckt werden. Im Winter solltest du nur kurz lüften – bei weit geöffnetem Fenster. Fenster, die zu lange bloß auf „Kipp“ stehen, sorgen dafür, dass viel Wärme nach außen dringt, aber kaum kühle Luft in den Raum gelangt. Die Kosten für warmes Wasser sind durchschnittlich für etwa 30 Prozent der Kosten in der Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung verantwortlich. Daher gilt: Lieber dreimal für rund 4 Minuten duschen, statt die Badewanne einmal volllaufen zu lassen. Nutzt du zusätzlich einen speziellen Duschkopf, der nur noch 50 Prozent der normalen Wassermenge durchlässt und ansonsten Luft beimischt (gibt es für nahezu jedes Duschsystem), kannst du den Spareffekt noch weiter steigern.

Tipp 2: Auf die richtige Heizung setzen


Nicht jeder ist Besitzer eines Eigenheims. Gehört dir aber ein Haus, dann hast du als Eigenheimbesitzer noch zusätzliche Optionen, um Heizkosten zu sparen: Der Umbau der Heizanlage von Öl und Gas beispielsweise auf eine Holzpellet-Anlage oder Wärmepumpe stellt die wohl teuerste Variante zur Reduzierung deiner jährlichen Heizkosten da, aber oft wird der Umstieg auf eine umweltschonendere Heizanlage durch Investitionszuschüsse staatlich gefördert. Und: Die mit dem Umbau verbundenen Kosten kannst du unter Berücksichtigung der stetig steigenden Energiepreise in wenigen Jahren wieder hereinholen. Langfristig sparst du also nicht nur an den Heizkosten, sondern entlastet mit einer Modernisierung deiner Heizanlage auch die Umwelt.

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Tipp 3: Smarte Heizkörperthermostate helfen dir beim Sparen

Mit smarten Thermostaten kannst du gezielt heizen – etwa nur zu den Zeiten, an denen du auch zu Hause bist. Die programmierbaren Thermostate haben den Vorteil, dass du die Wärmezufuhr in den Räumen deiner Wohnung oder deines Hauses genau an deine persönlichen Bedürfnisse anpassen kannst. Du kannst dafür über die smarten Heizkörperthermostate minutengenau – auch zu täglich wechselnden Zeiten – bestimmen, wann die Temperatur steigen soll und wann absinken. Nachts kannst du die Wärmezufuhr beispielsweise automatisch absenken und morgens wieder hochfahren. An Wochenenden, wenn du längere Zeit zu Hause bist, kannst du Räume wie Küche oder Wohnzimmer länger beheizen als unter der Woche, wenn du bei der Arbeit bist.

Tipp 4: Mit Messgeräten den eigenen Verbrauch ermitteln

Auch wenn du mit der richtigen Raumtemperatur deine Heizkosten besser im Blick behalten kannst, solltest du es mit dem Sparen von Heizkosten nicht übertreiben. Denn je kälter ein Raum ist, desto länger dauert es auch, ihn wieder wohnlich zu erwärmen. Verwende daher besser ein Thermometer für jeden Raum, damit du stets genau weißt, wie warm oder kalt es wirklich darin ist – je nach körperlicher Verfassung (Müdigkeit, Krankheit, etc.) kann sich die gleiche Temperatur komplett anders anfühlen. Daher gilt: Besser wärmer anziehen, als gleich mehr zu heizen. Als optimale Werte gelten etwa folgende Temperaturen: Badezimmer: 22 Grad, Wohn- und Kinderzimmer: 20 Grad, Küche: 18 Grad und Schlafzimmer: um 17 Grad. Wenn du während der Heizperiode (dazu gilt üblicherweise der Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. April) nur mit leichter Bekleidung in Haus oder Wohnung herumlaufen möchtest, musst du die Raumtemperatur eher auf 22 Grad hochregeln – was unweigerlich aber auch mehr Heizkosten verursacht. Du kannst hier natürlich auch sparen: Denn bereits das Herunterregeln der Heiztemperatur um ein Grad Celsius kann deine Heizkosten um bis zu 6 Prozent senken.

Tipp 5: Mit richtig abgedichteten Fenstern und Türen kannst du auch sparen

Wenn du die Fenster und Türen in deiner Wohnung oder deinem Haus dahingehend überprüfst, ob Zugluft hereinströmt, kannst du deine Heizkostenabrechnung auch noch einmal deutlich senken. Denn absolut dichte Fenster können eine Kostenersparnis von bis zu 30 Prozent bringen. Selbst wenn es in deinem Zuhause doppelt verglaste Scheiben gibt, bringen diese nur wenig, wenn die Rahmen undicht sind und kalte Luft hereinströmt. Du kannst hier etwa mit Isolierbändern ganz leicht Abhilfe schaffen. Für undichte Türrahmen eignen sich Schaumstoffstreifen zum Aufkleben. Und falls unter deiner Wohnungs- oder Haustür Luft hindurch zieht, kannst du eine Bürstendichtung am Türblatt anbringen oder einen Zugluftstopper verwenden, der einfach vor die Tür gelegt werden kann.