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Unter 1000 Euro

Mit dem Pixel 4 geht Google in die Smartphone-Offensive

von Moritz Weinstock

Während Apples iPhone-Preise neue Rekordwerte erreichen, bleibt Googles neues High-End-Gerät selbst in der krassesten Ausführung unter 1000 Euro.

Der Smartphone-Markt ist umkämpft wie selten zuvor. Viele neue, vorwiegend chinesische Hersteller preschen auf den europäischen Markt und begeistern mit starker Hardware und attraktiven Preisen. Was jenseits der 1000 Euro Marke liegt, wirkt zunehmend absurd. Die einstigen Platzhirsche Apple und Samsung müssen sich warm anziehen.

Google Pixel 4 und Pixel 4 XL

Nun hat Google die vierte Version seines Pixel vorgestellt und dabei gezeigt, dass es auch mit zwei Kameras geht. Die warten nicht nur mit vielen Megapixel auf (eine 12,2 und eine 16 Megapixel Kamera mit Teleobjektiv auf der Rückseite), sondern ermöglichen dir auch das Ablichten des Sternenhimmels im neuen Astro-Modus.

Für optimale Selfies wurde auf der Vorderseite eine 8 Megapixel-Kamera mit Weitwinkel-Funktion integriert. Gute Fotos ermöglichen aber nicht nur technische Updates. Möglich macht das auch die fortschrittliche KI, die „entweder täuschend echte Bokeh-Effekte erzeugt oder mittels mehrfacher Langzeitbelichtungen im sogenannten Nachtmodus auch bei schwachem Umgebungslicht recht brillante und dabei rauscharme Fotos erzeugt“, wie heise.de schreibt.

Radar im Smartphone

Erstmals in der Pixel - und Smartphonegeschichte verbaut Google einen Radar-Chip im Gehäuse, den sogenannten Soli, der die Steuerung des Smartphones per Gesten ermöglicht. So reicht es beispielsweise, die Hand vor dem Display nach links oder rechts zu wischen, um einen Songtitel zu ändern oder einen Anruf abzuwimmeln. In Kombination mit weiteren Sensoren sowie einem ausgeklügelten System zur Gesichtserkennung folgt dir das Pixel praktisch berührungslos auf Schritt und Tritt. Du musst nur die Hand danach ausstrecken und das Gerät anschauen und schon entsperrt es sich. Spannend ist auch die Tatsache, dass der Google Sprachassistent nun offline verfügbar ist und nicht mehr an die Internetverbindung gebunden ist. Das reduziert die Reaktionszeit auf Befehle fast auf null.

Spannend für Studenten und Texter: Audioaufnahmen werden nun automatisch transkribiert, also parallel zur Aufnahme verschriftlicht. Leider funktioniert der Service bisher nur auf englischer Sprache, allerdings sah das auf der Präsentation schon ziemlich cool aus. Wollen wir hoffen, dass hier bald nachgerüstet wird.

Display, Speicher und Preis

Das Pixel 4 kommt in zwei Speicher- und drei Farbvarianten (orange, schwarz, weiß). Die handlichere Version mit einem 6,9 cm x 14,7 cm x 0,8 cm großen Display hört auf den Namen Pixel 4. Wer es etwas größer möchte, muss zum XL greifen, das mit den Displaymaßen von 7,5 cm x 16 cm x 0,8 cm ein gutes Stück größer ausfällt. Der Arbeitsspeicher fällt bei beiden Geräten hingegen mit 6 GB gleich groß aus. Was die internen Speicherkapazitäten betrifft, müssen sich Kunden zwischen 64 GB oder 128 GB entscheiden. Erweiterbar ist dieser dann nur per Googles Cloud Speicherdienst One.

Der Verkaufsstart für die neuen Pixels ist auf den 21. Oktober angesetzt. Ausgeliefert werden sie mit der aktuellsten Android 10 Software. In der kleinsten Speichervariante mit 64 GB kostet das Pixel 4 749 Euro und das Pixel 4 XL 899 Euro. Tiefer in die Tasche musst du für die 128 Gigabyte-Varianten greifen, allerdings liegen sie mit 849 Euro beziehungsweise 999 Euro noch immer deutlich unter dem aktuellsten Apple-Flaggschiff iPhone 11 Pro.

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Moritz Weinstock
Moritz Weinstock
Moritz hat Kommunikationswissenschaften in Wien studiert und seine Leidenschaft fürs Schreiben mit nach Berlin gebracht. Nach lehrreichen Jahren als Redakteur bei einem Motorradmagazin, ist er nun als Channel-Editor für ZASTER tätig. Sein Zugang zur Wirtschaftswelt: er lebt auf zehn Quadratmetern und spart, was das Zeug hält.

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