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Unfassbare Gehälter

Das sind die bestbezahlten Angestellten der Welt

von Nils Matthiesen

Das deutsche Durchschnittsgehalt liegt laut Statista bei rund 2.860 Euro brutto im Monat. Aber was verdienen eigentlich die bestbezahlten Angestellten der Welt?

Kann die Arbeit eines einzelnen Menschen Millionen Euro pro Jahr wert sein? Im Fall von Steve Jobs, der Apple aus der Krise führte und zum wertvollsten Unternehmen der Welt machte, finden sich sicherlich gute Argumente für eine übertrieben hohe Bezahlung. Auch die Arbeit von Jeff Bezos, seines Zeichens Gründer und Boss von Amazon ist einiges Wert. Fakt ist aber auch, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht.

Der Abstand ist so groß wie nie zuvor

So verdienen Vorstände von Dax-Unternehmen im Schnitt 71 Mal so viel wie die durchschnittlichen Beschäftigten in ihrer Firma, so eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Der Abstand ist so groß wie nie zuvor und hat sich in den letzten Jahren erneut deutlich gesteigert. Noch krasser wird’s, wenn man sich die Vergütung bei den Vorstandsvorsitzenden (CEOs) anschaut. Hier liegt die Einkommensdistanz zwischen CEO und durchschnittlichem Beschäftigten je nach DAX-Unternehmen zwischen dem 25-Fachen bei der Commerzbank und dem 232-Fachen bei der Post. Dabei sind die DAX-Vorstandsvorsitzenden im Vergleich zu den CEOs in den Vereinigten Staaten kleine Fische, zumindest was die Bezahlung angeht. ZASTER zeigt die die Top 3 aus den USA und vergleicht das Einkommen mit dem Babo unter den DAX-Vorstandsvorsitzenden.

Platz 1: Hock E. Tan

Unternehmen: Broadcom

Einkommen: 103.2 Millionen US-Dollar

Hock E. Tan ist der CEO von Broadcom Inc, einem Halbleiterunternehmen mit Sitz in San José, Kalifornien. Er ist tatsächlich vor allem dadurch bekannt, da er der bestbezahlte CEO in den Vereinigten Staaten ist. Hock stammt aus ärmlichen Verhältnissen, als herausragender Schüler erhielt er aber Stipendien, die ihm letztlich sogar zu einem „Master of Business Administration“ in Harvard verhalfen.

Platz 2: Frank Bisignano

Unternehmen: First Data

Einkommen: 102.2 Millionen US-Dollar

„Nur“ eine Million Dollar dahinter folgt der amerikanische Geschäftsmann Frank J. Bisignano auf Platz 2. Er leitet das Unternehmen First Data, einem Anbieter von E-Commerce-Lösungen für den Zahlungsverkehr. Der gebürtige New Yorker scheint sich auf dem Posten gut zu schlagen. Seit er das Zepter bei First Data schwingt, hat sich der Aktienkurs prächtig entwickelt.

Platz 3: Michael Rapino

Unternehmen: Live Nation Entertainment

Einkommen: 70,6 Millionen US-Dollar

Als CEO von Live Nation Entertainment und König der Live-Musik dreht sich das Leben von Michael Rapino rund um Konzerte, Theatervorführungen und Sportveranstaltungen, schließlich gehören dem Unternehmen jede Menge Veranstaltungsorte wie Bühnen, Theater, Clubs und Mehrzweckhallen. Zu den Kunden zählen zum Beispiel Madonna, U2 und Jay-Z.

Nummer 1 in Deutschland:
Stefan De Loecker

Unternehmen: Beiersdorf

Einkommen: 23,45 Millionen Euro

Das höchste Gehalt Deutschlands – und wohl auch Europas – streicht der Vorstandsvorsitzende Stefan De Loecker von Beiersdorf ein. Der Belgier arbeitet seit sechs Jahren für den Kosmetikhersteller. Neben Allianz-Boss Oliver Bäte (10,33 Millionen Euro) ist De Loecker der einzige CEO Deutschland, der mehr als 10 Millionen Euro bezieht.

Und was ist mit Amazon-Boss Jeff Bezos?

Jeff Bezos ist der reichste Mann aller Zeiten. Sein Aufstieg begann in einer Garage in Seattle, über die er Bücher im Internet verkaufte. Der Rest ist Geschichte. Heute zählt Amazon zu den teuersten Unternehmen der Welt und dominiert den Online-Handel inzwischen auf eine ungesunde Weise. Sozusagen nebenbei engagiert er sich bei anderen Projekten, zum Beispiel bei seinem Luft- und Raumfahrtunternehmen Blue Origin und der Washington Post, die er 2013 kaufte. Dabei fällt sein Jahresgehalt mit 81.840 US-Dollar eher mickrig aus. Der entscheidende Faktor für Bezos unglaubliches Vermögen: Ihm gehören 16 Prozent von Amazon – und dieser Anteil hat einen Wert von rund 125 Milliarden US-Dollar (rund 109,6 Milliarden Euro).

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen

Nils ist Journalist sowie Texter und beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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