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Schwierige Frage

Geld raushauen oder sparen?

von Nils Matthiesen

Kaufen oder lieber sparen? Diese Frage beschäftigt die meisten von uns. ZASTER hilft dir, die richtige Entscheidung zu treffen.

Rund ums Thema Geld existieren grob zwei grundlegend verschiedene Philosophien: Die eine Fraktion meint, dass man im „jetzt“ leben und alles mitnehmen müsse, schließlich könne man morgen schon tot sein. Ergo: Das Geld raushauen, was da ist.

Die andere Gruppe sorgt vielmehr für die Zukunft vor und schafft finanzielle Polster für schlechte Zeiten und den Ruhestand. Das sind die eher sicherheitsorientierten Spartypen. Abhängig von der jeweiligen Tagesform tragen die meisten von uns wahrscheinlich beide Ideologien in sich. Es ist ein ewiger Kampf. Solltest du Geld für etwas ausgeben, das du willst? Oder ist es sinnvoller, das Geld zu sparen? Wir empfehlen, den Zaster eher zu sparen. Schließlich lautet unsere grundlegende Formel für finanzielle Stabilität: weniger ausgeben, als reinkommt und das Übriggebliebene möglichst sinnvoll anlegen. Demnach ist es stets am besten, spontane Kaufgelüste zu unterdrücken. Aber das ist natürlich leichter gesagt als getan.

Sparen muss kein Dogma sein

Uns wird immer wieder eingetrichtert, dass es sinnvoll ist möglichst viel Geld zu sparen. Schließlich ergeben sich dadurch zweifellos Vorteile. Du lernst, diszipliniert mit Geld umzugehen, hast einen Notfallgroschen für unvorhersehbare Ereignisse und kannst langfristig Ziele wie eine eigene Immobilie oder eine Weltreise realisieren. Aber die Umsetzung erweist sich in unserer konsumgetriebenen Welt oft alles andere als einfach. Eine gute Balance zwischen Ausgaben und Sparen zu finden, ist eine Kunst. Fest steht: In einigen Fällen ist es vollkommen in Ordnung, Geld auszugeben, statt zu sparen. Du musst es nur für die richtigen Dinge ausgeben. Dinge eben, die dich weiterbringen. Und es müssen einige Grundbedingungen erfüllt sein.

So triffst du gute Kaufentscheidungen

Folgende Tipps helfen dir bei der Kauf- oder Nichtkauf-Entscheidung:

  • Deine finanzielle Lage ist solide. Du hast keine Schulden, dir drohen keine Schulden und durch den Kauf stürzt du dich nicht in Schulden.
  • Du verlierst dein Sparziel nicht aus den Augen. Das bedeutet, dass du bereits einen Teil des Einkommens in langfristige Anlagen, wie Fonds oder ETFs gepackt hast.
  • Du hast ausreichend Geld für Notfälle beiseite gelegt.
  • Du willst dein Geld in sinnvolle Dinge stecken, die sich zum Beispiel positiv auf deine Gesundheit, dein Wissen oder deine Erfahrungen auswirken. Eben nicht für plumpen Konsum, wie ein hippes Smartphone oder vollkommen überteuerte Sneaker.

Nicht übertreiben

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, spricht nichts dagegen sich etwas Schönes zu gönnen. Du solltest es mit dem Sparen schließlich auch nicht übertreiben. Sparen ist kein Horten. Du solltest mit einem Ziel sparen, nicht einfach nur um Geld zu sparen. Wenn du zu viel Geld zur Seite legst, macht das Leben womöglich keinen Spaß mehr. In diesem Fall verlierst du am Ende auf jeden Fall.

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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