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Der Weg zur eigenen Immobilie

Entschlüsselt! Die geheimen Floskeln der Makler

von Nils Matthiesen

Der Traum vom eigenen Haus – durch die niedrigen Zinsen scheint er greifbar wie nie. Bei der wahrscheinlich größten Anschaffung in deinem Leben musst du aber einiges beachten. Die ZASTER-Tipps helfen.

Egal ob kaufen oder selbst bauen: Ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung stehen bei den Deutschen hoch im Kurs. Für so ein Invest spricht einiges:

  • Die Zinsen für Baugeld sind niedrig wie nie. Wer etwas Eigenkapital mitbringt, zahlt bei einer Laufzeit mit zehn Jahren deutlich weniger als 2 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins bereits seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und wird diesen wohl bis über den Sommer 2019 hinaus nicht antasten. Kurzum: Viel günstiger als jetzt können Bauzinsen kaum sein.
  • Gleichzeitig steigen die Mieten, vor allem in Ballungszentren. Immobilien gelten außerdem als guter Inflationsschutz. Sie behalten ihren Wert, wenn die Teuerungsrate steigt. Zugleich verliert die Kreditlast an Wert. Und durch das Einsparen der Miete im Alter kommt der Hausbesitz einer Altersvorsorge gleich.

Andererseits sind im Immobilien zur Zeit teuer. Und als Käufer bindest du du dich fest an einen Ort. Wahrscheinlich steigt auch erst einmal die finanzielle Belastung. Eine Immobilie macht zudem Arbeit, schon lange vorm Einzug. Planung, Entscheidungen, Kontrolle - all das kostet Zeit und Nerven. Denn eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Hundertprozentig glatt läuft der Immobilienerwerb nie ab.

Unterm Strich stehen die Vorzeichen für Immobilienkäufe gut. Blind zuschlagen darfst du aber auf keinen Fall. Der Kauf der eigenen Immobilie ist höchstwahrscheinlich die größte Investition, die du in deinem Leben anpackst.

Entschlüsselt: Die Floskeln der Makler

Gute Infrastruktur, Liebhaberobjekt, Entwicklungspotenzial: Das hört sich doch prima an. Doch hinter den Floskeln der Makler können sich Immobilien mit eklatanten Mängeln verstecken. ZASTER klärt auf, ob es sich nach der Beschreibung noch lohnt, das Objekt persönlich in Augenschein zu nehmen.

Unberührte Natur / idyllisch gelegen: Das Objekt befindet sich fernab vom Schuss. Selbst der nächste Kiosk ist nur mit dem Auto erreichbar. Eine Wertsteigerung scheint unrealistisch.
Unberührte Natur / idyllisch gelegen: Das Objekt befindet sich fernab vom Schuss. Selbst der nächste Kiosk ist nur mit dem Auto erreichbar. Eine Wertsteigerung scheint unrealistisch. © Pexels
Aufstrebendes Viertel / Entwicklungspotenzial: Hier wird viel gebaut. Dementsprechend kann es in den ersten Jahren zu viel Baulärm kommen.
Aufstrebendes Viertel / Entwicklungspotenzial: Hier wird viel gebaut. Dementsprechend kann es in den ersten Jahren zu viel Baulärm kommen. © Pxhere
Gefragte Lage: Das Objekt befindet sich in einer In-Gegend und ist dementsprechend überteuert.
Gefragte Lage: Das Objekt befindet sich in einer In-Gegend und ist dementsprechend überteuert. © Pexels
Liebhaberobjekt: Das Haus ist heruntergekommen und stark renovierungs- sowie sanierungsbedürftig.
Liebhaberobjekt: Das Haus ist heruntergekommen und stark renovierungs- sowie sanierungsbedürftig. © Pexels
Schnäppchen für Schnellentschlossene: Das Haus steht schon lange zum Verkauf – aber keiner will es zu diesem Preis haben.
Schnäppchen für Schnellentschlossene: Das Haus steht schon lange zum Verkauf – aber keiner will es zu diesem Preis haben. © Pixabay
Gute Infrastruktur / verkehrsgünstige Lage: Die Umgebung ist laut, wahrscheinlich befindet sich das Objekt an einer stark befahrenen Straße.
Gute Infrastruktur / verkehrsgünstige Lage: Die Umgebung ist laut, wahrscheinlich befindet sich das Objekt an einer stark befahrenen Straße. © Pxhere
Familienfreundliche Gegend: Hier geht tagsüber die Post ab, spielende Kinder machen Rabatz.
Familienfreundliche Gegend: Hier geht tagsüber die Post ab, spielende Kinder machen Rabatz. © Pxhere
Unverbaute Sicht: „Noch“ ist der Blick schön, das kann sich aber ändern. Am besten einen Blick in die Pläne beim Bauamt werfen.
Unverbaute Sicht: „Noch“ ist der Blick schön, das kann sich aber ändern. Am besten einen Blick in die Pläne beim Bauamt werfen. © Pxhere
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Nils Matthiesen
Nils Matthiesen

Nils ist Journalist sowie Texter und beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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