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Einkommens-Median

Die Flop-Jobs unter Akademikern

von ZASTER Redaktion

Im schwäbischen Sprichwort "Schaffe, schaffe, Häusle baue" ist bekanntlich kein Platz für ein Studium. Dort zählt nur die Arbeitsmentalität – und das kann sich bezahlt machen. Denn ein Studium allein ist kein Garant für finanziellen Erfolg, wie eine neue Studie von Gehalt.de zeigt.

Eine neue Studie von Gehalt.de, einem Finanzportal, das sich insbesondere mit Gehältern auseinandersetzt, offenbart in einem Ranking die zehn Jobs mit dem geringsten Einkommen. Der Studie liegen 224.385 Daten zu Grunde, mit denen der Median der Berufsklassen ermittelt wurde. Die angegeben Gehälter sind Brutto-Jahresverdienste und wurden anhand einer 40-Stunden-Woche errechnet. Die Werte beruhen auf den Angaben der Beschäftigten.

Die Top-Einkommen werden übrigens unter den erwarteten Klassikern aufgeteilt: Der Oberarzt führt das Ranking mit einem Jahres-Einkommen von 117.545 Euro an, darauf folgt auf Platz 2 der Fondsmanager mit 86.434 Euro und auf Platz 3 der Key-Account Manager mit 81.104 Euro.

Flop-Gehälter unter Akademikern

1
PR-Manager

Jahreseinkommen: 47.991 Euro

Trotz des hochtrabenden Titels des Managers gehören PR-Leute zu den Verlierern des Rankings. Vielleicht müsste der Berufsstand demnächst verstärkt Werbung in eigener Sache machen und lernen, sich selbst ein wenig besser zu verkaufen.

2
Lehrer an Privatschulen

Jahreseinkommen: 46.649 Euro

Im Gegensatz zur Kundschaft von Privatschulen geht es dem Personal anscheinend nicht so prächtig. Eigentlich sollte ja nicht an Bildung gespart werden – das sollte sowohl für Schüler als auch Lehrer gelten.

3
Umwelt-Ingenieur

Jahreseinkommen: 46.011 Euro

Im Hinblick auf die Klimakatastrophe erscheint der Beruf im Ranking doch äußerst überraschend. Schließlich sind Recycling, Ressourcenschonung, Gewässerschutz und Luftreinhaltung elementare Bestandteile zum Schutze der Umwelt. Vielleicht steigt die Wertschätzung (und das Gehalt) in Zukunft entsprechend.

4
Creative Director

Jahreseinkommen: 43.441 Euro

Der Creative Director arbeitet in der Unterhaltungs- und Werbebranche. Sein Tätigkeitsfeld liest sich stellenweise recht schwammig, eine genaue Definition ist schwer möglich. Vielleicht muss trotz der ungeschützten Berufsbezeichnung Klarheit geschaffen werden. Schließlich hat Kreativität seinen Preis.

5
Redakteur

Jahreseinkommen: 43.054 Euro

Noch vor wenigen Jahrzehnten gehörten Redakteure zu den Spitzenverdienern in Deutschland. In Zeiten des Internets und des Zeitungssterbens müssen jedoch die zahlreichen Lokalredaktionen unliebsame Maßnahmen ergreifen, um rentabel zu bleiben – von diesen sind auch die Redakteure nicht befreit.

6
Architekt

Jahreseinkommen: 41.497 Euro

Liegt das geringe Gehalt an mangelnder Auftragslage, die wiederum auf den hohen Grundstücks- und Baupreisen fußt? Das scheint zumindest das Problem-Fundament vieler Bürger zu sein: Man würde gerne bauen, kann es sich aber einfach nicht leisten...

7
Kulturmanager

Jahreseinkommen: 39.814 Euro

Kunst und Kultur sind nur bedingt mit einem Markt zu vereinbaren, wenn man einmal von den Luxus-Auktionen in London, New York oder Zürich absieht. Regionale Kunst- und Kulturveranstaltungen sind finanziell oft nur schwer zu stemmen und so müssen Abstriche bei den Löhnen gemacht werden.

8
Pädagogen

Jahreseinkommen: 38.236 Euro

Ein weiterer unglaublich wichtiger Beruf, der unter den Zwängen der Wertschöpfungskette und des Marktes leidet. In Schulen und Kindergärten mangelt es nur so an Fachpersonal, sicher auch auf Grund der unattraktiven Gehälter. Hier muss die Politik dringend nachhelfen.

9
Webdesigner

Jahreseinkommen: 36.885 Euro

Mittlerweile lassen sich Webseiten dank Netzanbieter im Baukasten-System erstellen. So kann man einfach und für wenig Geld eine Homepage erstellen – vielleicht auch eine Ursache für die rückläufige Nachfrage an Webdesignern.

10
Grafiker

Jahreseinkommen: 34.194 Euro

Das Schlusslicht der Jahreseinkommen bilden die Grafiker. Im Berufsumfeld gibt es viele Freelancer und eine große Konkurrenz. Dadurch werden wiederum die Honorare nach unten gedrückt...

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ZASTER Redaktion
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