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Ankaufdienste im Check

Gebrauchtes schnell und einfach verkaufen

von Nils Matthiesen

Statt gebrauchte Dinge auf den Müll zu werfen, solltest du deine alten Schätzchen zu Geld machen. Das geht ganz schnell auch ohne aufwendige Auktionen. Das Zauberwort lautet „Ankaufdienste“. ZASTER erklärt, wie sie funktionieren und ob sich das lohnt.

Zu viel Technik, zu wenig Geld? Altgeräte kannst du im Nu zu Geld machen. Vor allem dann, wenn es sich um gut gepflegte Technik handelt. Denn die ist noch richtig viel wert, die Preise halten sich zum Teil erstaunlich gut. Wer etwa noch ein top gepflegtes iPhone 7 im Schrank hat, immerhin schon fast vier Jahre alt, bekommt dafür noch bis zu 250 Euro. Der klassische Weg, der Verkauf bei eBay, ist vielen aber zu mühselig: Auktion erstellen, Produkt fotografieren und beschreiben, Fragen beantworten, verpacken, losschicken – das alles kostet Zeit und Nerven. Zudem hat eBay für viele Nutzer den Glanz früherer Zeiten verloren: Die Magie der Auktion ist schon lange verflogen, genau wie der Flohmarktcharakter, schließlich wird eBay inzwischen von gewerblichen Händlern dominiert. Auch Vorwürfe über mangelnde Benutzerfreundlichkeit und fehlende Sicherheit machen immer wieder die Runde. Nicht zuletzt die teuren Gebühren sorgten für Ärger. Geht’s nicht bequemer? Ja, mit sogenannten Ankaufdiensten: Hier lassen sich gebrauchte Hardware aber auch Bücher, Filme und Spiele mit wenigen Klicks zum Festpreis verkaufen.

Verkauf mit wenigen Klicks

Wenn du es schnell und praktisch magst, sind Ankaufdienste wie rebuy.de die erste Wahl. Im Gegensatz zu eBay nerven hier keine lästigen Fragen, keine Enttäuschungen am Ende der Auktion und auch keine unzufriedenen Käufer. Der ganze Verkaufsvorgang ist unkompliziert und in Minuten erledigt. Alles, was du tun musst, ist auf der Internetseite des Ankaufdienstes anzugeben, was für einen Artikel du verkaufen willst. Das lässt sich entweder per Suchbegriff oder durch die Angabe des Barcodes (EAN-Nummer) bewerkstelligen. Ist das erledigt, spuckt die Seite schon den Preis aus, den der Dienst für die Ware anbietet. Bist du damit einverstanden, bugsierst du die Artikel in deinen Verkaufswarenkorb. Abschließend bestätigst du den Verkauf, tippst deine persönlichen Daten ein und verschickst den Artikel per Post. Nach einigen Tagen überweist dir der Ankaufdienst den Verkaufserlös auf dein Konto. Klasse: Für den Verkauf fallen keine Gebühren an. Sogar der Versand als versichertes Paket ist kostenlos. Einigermaßen gutes Geld gibt es aber nur, wenn sich das verkaufte Produkt in einem einwandfreien Zustand befindet, schließlich will es der Ankaufdienst teuerer weiterverkaufen. Idealerweise sind die Geräte also 1a gepflegt, haben keine Kratzer und Originalverpackung und Ladegerät sind noch vorhanden.

Gebraucht, aber bitte im guten Zustand

Bei diesen Angaben zu schummeln, ist keine gute Idee. Schließlich prüfen die Dienste bei Wareneingang gründlich auf Schäden und andere Mängel. Wer flunkert, bekommt das Gerät postwendend zurück. Weiterer Unterschied zu eBay: Ankaufdienste kaufen nicht alles an. Du kannst also Pech haben und die Internetseite lehnt den Kauf eines Produkts ab. Gründe sind etwa, dass die Chancen auf einen Weiterverkauf gering oder die Lager mit dem Produkt bereits gefüllt sind. Allerdings kann dir auch bei eBay passieren, dass du auf einem Artikel sitzen bleibst. Noch schlimmer ist, wenn die Auktion nicht in Schwung kommt und du deine Geräte komplett unter Wert abgibst. Die gute Nachricht: Mancher Ankaufsdienst zahlt sogar für defekte Geräte. Selbst für kaputte Spielekonsolen oder Handys winken also noch ein paar Euro, vor allem wenn Original-Zubehör dabei ist.

Besser bei eBay verkaufen?

Mini-Aufwand, Mini-Preise. Auf diesen Nenner lässt sich gut der Verkaufserlös von Ankaufdiensten bringen. ZASTER hat überprüft, wie viel Geld mit sechszehn ausgesuchten Artikeln bei eBay-Auktionen und bei sechs Ankaufsdiensten zu machen ist. Das enttäuschende Resultat: Gegen Auktionen haben Ankaufsdienste keine Chance, im Schnitt gab‘s hier nur rund die Hälfte. Wie groß die Unterschiede bei den Verkaufserlösen ausfallen, ist aber höchst unterschiedlich. Für ein iPhone 7 (32 GB) im „guten“ Zustand zahlt flip4new bei unserer Stichprobe nur 127 Euro, bei eBay wechselt es für rund 210 Euro den Besitzer. Je neuer die Geräte werden, desto weniger lohnt sich allerdings ein Verkauf in Eigenregie. Rebuy.de ist ein iPhone X beispielsweise rund 450 Euro wert, bei eBay erzielen Verkäufer rund 550 Euro. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den Ankaufsdiensten extrem. Vergleichen lohnt also auf jeden Fall. In der Regel zahlen Momox.de und Rebuy.de für Bücher, Filme sowie CDs die besten Preise. Gegen eBay-Auktionen haben aber auch sie keine Chance. Einziger Vorteil der Ankaufdienste: Als Verkäufer erfährst du sofort, was du für deinen Artikel bekommst.

Fazit

Du hast zu viel Geld? Gut. Falls nicht, reiß die Schubladen auf, investiere einige Minuten und verkaufe deine alte Elektronik. Reich wirst du dadurch zwar nicht, mit ein bisschen Glück kommt aber etwas ZASTER zusammen. Wenn es dir auf jeden Cent ankommt, ist für Verkäufe immer noch eBay die Nummer Eins. Lautet dein Motto hingegen „Zeit ist Geld“, sind Ankaufdienste wie rebuy.de die richtige Wahl.

Der ZASTER-Tipp: Prognose für eBay-Erlöse

Du willst ganz unverbindlich checken, was ein Verkauf bei eBay theoretisch bringt? Dazu könntest du natürlich Auktionen mit ähnlichen Artikeln beobachten und dann sehen, zu welchem Preis das Produkt letztlich unter den Hammer kommt. Schneller und praktischer klappt’s aber so: Suche bei eBay nach dem Produkt, und klicke dann rechts oben auf Erweitert und markiere anschließend Verkaufte Artikel, Auktion und Gebraucht. Nach einem Klick auf Finden bekommst du dann sämtliche beendete Auktionen der letzten Wochen angezeigt – inklusive erzieltem Verkaufspreis.

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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