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Scoot to know

E-Scooter: Endlich alles, was du zum Start wissen musst

von Moritz Weinstock

Ja, wann rollen sie denn endlich? Das Kraftfahrt-Bundesamt verspricht: ab dem 15. Juni. Wir haben für euch überprüft, worauf es beim Kauf ankommt und welche Verleih-Anbieter die coolsten sind.

E-Scooter standen lange in der Kritik, fahren zu schnell, seien unsicher und wirklich Platz auf der Straße würde es für sie auch nicht geben. Die Debatte um die elektrobetriebenen Fortbewegungsmittel war lang und hitzig. Jetzt kommen sie trotzdem, mit Einschränkungen. Worauf du beim Kauf achten musst und wer dir den Spaß als Verleih-Service ermöglicht, hat ZASTER für dich in Erfahrung gebracht.

Regeln für den Kauf

Wenn Du schon jetzt von der Technologie überzeugt bist und einen Roller unbedingt dein Eigen nennen willst, solltest du folgende Dinge beim Kauf beachten. Denn E-Scooter ist nicht gleich E-Scooter und viele Geräte, die derzeit auf den Markt geschwemmt werden, erfüllen die Vorraussetzungen des Kraftfahrt-Bundesamtes nicht, sind folglich illegal und nicht für deutsche Straßen oder Radwege zugelassen.

E-Scooter

• Höchstgeschwindigkeit: max. 20 km/h
• das Befahren von Gehwegen ist verboten
• Ausstattung: zwei Bremsen, Scheinwerfer, Rücklicht, Reflektoren, Klingel
• Mitnahme in ÖPNV kostenlos, allerdings abhängig von Verkehrsunternehmen
• Betriebserlaubnis des Kraftfahrt-Bundesamtes, erfolgt durch Hersteller

Fahrzeugführer

• Mindestalter: 14 Jahre
• kein Führerschein notwendig
• keine Helmpflicht
• Versicherungskennzeichen (kostet 40 - 90) Euro pro Jahr —> private Haftpflicht reicht nicht

Anbieter in den Startlöchern

Mit dem neuen Gesetz wird das Fahren von E-Scootern legal - wenn die Auflagen eingehalten werden. Doch mit der Neuerung wird nicht jeder bereit sein, hunderte Euro in ein eigenes Gerät zu investieren. In einigen europäische Städten wie Wien, Kopenhagen und Paris haben sich genau deshalb bereits einige Verleih-Anbieter etabliert und auch hierzulande gibt es ein starkes Interesse, den Markt zu erschließen. Lime, Voi, Bird und TIER stehen beispielsweise schon bereit.

Ganz einfach losfahren

Das Konzept ist immer ähnlich: Mit einer App lassen sich auf einer virtuellen Karte Mietroller finden, per QR-Scan werden sie entriegelt und mit der hinterlegten Kredit-oder Debitkarte bezahlt. Meist fällt eine Startgebühr von 1€ an, die Fahrtkosten werden dann pro Minute in Cent-Beträgen abgerechnet.

1
Lime

Die grün-weißen E-Scooter von Lime sind kaum zu übersehen und bereits in über 30 europäischen Städten vertreten. Aktuelle gilt das amerikanische Unternehmen als das Größte im Bereich Micro Mobility. Wenn du den Grashüpfer jetzt schon testen willst, hilft ein kurzer Abstecher nach Wien.

2
Bird

In Bamberg fahren die Vögel. Denn in der fränkischen Stadt findet seit wenigen Monaten trotz Kopfsteinpflaster in der Innenstadt ein erstes Pilotprojekt für E-Scooter in Deutschland statt.

3
Voi

„Fahr doch mal Voi-Gas“, hören wir uns schon rufen. Doch bis der Anbieter aus Schweden mit seinen orangefarbenen Scootern auch hierzulande vertreten sein wird, wird es noch etwas dauern.

4
TIER

Wir haben es uns ja fast gedacht. TIER ist ein deutsches Start-up. Aus Berlin - eh klar. Auf der Website wirbt das junge Unternehmen, das bisher bereits in 20 europäischen Städten aktiv ist, mit: „Folge deinem Instinkt“. Wir werden es machen, sobald die türkis-schwarzen Scooter auch bei uns verfügbar sind.

Ob die neuen Stadtflitzer eine echte Entlastung des Verkehrsaufkommens in Großstädten sind, bleibt abzuwarten. Sauberer als Autos sind sie jedenfalls, allerdings liegt die durchschnittliche Lebensdauer eines Sharing-Rollers laut einer amerikanischen Untersuchung bei lächerlichen 28 Tagen. Auch nicht so toll!

ein Artikel von
Moritz Weinstock
Moritz Weinstock
Moritz hat Kommunikationswissenschaften in Wien studiert und seine Leidenschaft fürs Schreiben mit nach Berlin gebracht. Nach lehrreichen Jahren als Redakteur bei einem Motorradmagazin, ist er nun als Channel-Editor für ZASTER tätig. Sein Zugang zur Wirtschaftswelt: er lebt auf zehn Quadratmetern und spart, was das Zeug hält.

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