Immobilie der Woche

Die „Hütte“ für 2,7 Millionen Euro auf 3000 Meter

von Franziska Zimmerer

Eine Berghütte muss vor allem eines sein: funktional. Sie muss möglichst viele hungrige Bergsteiger beherbergen können und bestenfalls nur so gemütlich sein, dass die Bergfexe, wie die leidenschaftlichen Bergsteiger genannt werden, am nächsten Tag Platz für neue Gäste machen.

Und genau das, eine Hütte, ist die neue Schwarzensteinhütte in den Zillertaler Alpen nicht. Das sechsgeschossige Gebäude hat wenig von einem Matratzenlager, sondern mehr von einem mondänen architektonischen Kunstwerk. Das Niedrigenergiehaus hat erst Ende Juli seine Pforten geöffnet und die Autonome Provinz Südtirol drei Millionen Euro gekostet.

Obwohl die Hütte auf 3026 Meter und damit weit abgeschottet liegt, hat die moderne Architektur in der Lokalpresse und in sozialen Netzwerken für ordentlich Kritik gesorgt. Die Betreiber nehmen es gelassen: Laut der Webseite herrscht auf der neuen Hütte sehr viel Betrieb, Vormerkungen werden wärmstens empfohlen.

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