Bitcoin, Ethereum und Ripple

Bitcoin, Ethereum und Ripple

© Photo: WorldSpectrum/ Pixaby
Die große Kryptoserie – Teil 5

Ripple - Geld in Sekunden am anderen Ende der Welt?

von Jonas Rüffer

Krypto-was?

Von Bitcoin bis Ethereum, von Blockchain bis Mining. Unsere große Kryptoserie macht Sie zum Experten von digitalen Währungen. Im letzten Teil dieser Serie erklären wir Ihnen das zukunftsträchtige Zahlungsnetzwerk für klassische Währungen und Kryptowährungen: Ripple.

Internationale Überweisungen sind zeit- und kostenintensiv. So habe ich selbst erfahren, als ich als junger Student nach Kanada zog. Meist dauert es mehrere Tage, wenn das Geld um den halben Globus geschickt wird. Oftmals führt der Weg über mehrere Geldhäuser und kostet sowohl den Absender als auch den Empfänger am Ende eine Stange Geld.

Mein eigenes Geld, welches ich von meiner lokalen Bank auf mein neu eröffnetes Konto in Kanada überwies, war länger als eine Woche unterwegs. Zugegeben, ich hatte noch einige Notgroschen in der Tasche, aber wie ist das für Unternehmen? Der bürokratische und finanzielle Aufwand für eine Firma, die täglich eine Vielzahl internationaler Überweisungen tätigt, ist enorm.

Das Zahlungsnetzwerk Ripple (XRP, 2012) soll für Abhilfe sorgen:

Ripple bietet ein Netzwerk an, welches auf sogenannter open source software beruht, sprich ihr Programmiercode ist frei zugänglich und veränderbar. Es dient ausschließlich dem Zahlungsverkehr von Bank zu Bank. Im Gegensatz zu Kryptowährungen wie Bitcoin, will Ripple die realen Währungen nicht ersetzen, sondern deren Zahlungsverkehr beschleunigen.

Das Netzwerk beruht wie bei der Blockchain auf einem Konsensverfahren: Jede einzelne Überweisung wird im Protokoll gespeichert und alle Teilnehmer müssen eine Transaktion erst bestätigen, bevor diese vollzogen wird. Teilnehmer sind in diesem Fall die Banken, die sich gegenseitig überwachen. Das macht Ripple gegenüber Manipulationsversuchen resistent, zumal die Bestätigungen im Sekundentakt geschehen.

Was verbirgt sich dann hinter dem Kürzel XRP, dass es überall zu kaufen gibt?

XRP ist der Token von Ripple. Wie bei Emails, Messenger und anderen Kommunikationsdiensten, versuchen Menschen, solche Systeme durch Überlastung in die Knie zu zwingen. E-Mailprogramme haben aus diesem Grund einen Spam-Ordner und die Anzahl an Mails die man in einer bestimmten Zeitspanne versenden kann, ist begrenzt.

Jemand könnte beispielsweise versuchen, das Ripple System zu überlasten, indem er etwa 100 mal genau einen Cent nach Panama sendet: Insgesamt überweist er nur einen Euro, aber das System muss hundertmal einen Cent in panamaische Balboa umrechnen. Um das zu verhindern, kostet jede Überweisung kostet XRP. Da die Tokens relativ günstig sind, kostet eine Überweisung dennoch weniger als herkömmliche internationalen Transaktionen mit den üblichen Gebühren. Bei 100 Transaktionen kommt dennoch einiges zusammen und so wird das Netzwerk vor Überlastung geschützt.

In XRP investieren vornehmlich große Banken, die das System nutzen wollen, um ihren Kunden eine Überweisung via Ripple anbieten zu können: Hier finden Sie eine Übersicht.


Deshalb will Ripple so viele Banken wie möglich dazu bekommen, ihr Netzwerk zu nutzen. Schauen sie doch mal nach welche Banken schon dabei sind: https://ripple.com/solutions/

Ergänzend zu unserem Text, finden Sie sämtliche Erläuterungen noch einmal im unten stehenden Video zusammengefasst.

Das wars! Wenn Sie alle Teile gelesen und zudem die Videos angesehen haben, dann wissen Sie jetzt wesentlich mehr über die Welt der Kryptowährungen, als die meisten Menschen. Wenn Sie aber noch nicht genug haben, dann finden Sie in dieser Liste noch mehr Informationen:

ein Artikel von
Jonas Rüffer
Jonas Rüffer
Jonas Rüffer (Jahrgang 1991), ist seit Februar Teammitglied der Zasterredaktion. Vorher hat er seinen Master in Politik abgeschlossen. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit Servicethemen wie Kryptowährungen oder Geld- und Finanzpolitik.

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