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FeWo-Portale im Test

Die besten Tipps für Ferienhaus-Bucher

von Nils Matthiesen

Ferienwohnungen- und Häuser liegen im Trend. Aber wo buchen? Zaster hat die größten FeWo-Portale unter die Lupe genommen.

Eins vorweg: Hinsichtlich der Auswahl an Ferienhäusern und -wohnungen gab es den wohl größten Unterschied bei allen getesteten Portalen. Ganz vorne dabei in dieser Kategorie: Fewo-Direkt und booking.com mit über einer Millionen angebotenen Objekten weltweit. Deutlich weniger Auswahl bieten dagegen e-Domizil mit 350. 000 und Atraveo mit rund 316.000 Angeboten.

Warum diese gewaltigen Unterschiede?

Die „kleinen“ Portale verwalten die angebotenen Ferienobjekte selbst, das erhöht den Aufwand. Denn Abwicklung und Kundenkommunikation müssen sie komplett selbst stemmen, überdies sind sie auch für die Qualität der Ferienhäuser verantwortlich. Interessant: Je nach Urlaubsort ist die Auswahl mal größer, mal kleiner. Für Griechenland erweist sich beispielsweise e-Domizil als bessere Adresse als der Riese Fewo-Direkt.

Der Zaster-Tipp: Die FeWo-Suchmaschine www.hometogo.de durchforstet gleich 250 Ferienhausportale mit über 16 Millionen Unterkünften gleichzeitig nach passenden Treffern.

Mit der Ferienhaus-Suchmaschine von Hometogo.de hast du die Auswahl aus knapp 16 Millionen Ferienhäusern weltweit.
Mit der Ferienhaus-Suchmaschine von Hometogo.de hast du die Auswahl aus knapp 16 Millionen Ferienhäusern weltweit. © Hometogo

Weitere Unterschiede der FeWo-Portale

Suche

  • Insgesamt gibt es in Sachen Bedienung wenig Anlass zu Kritik. Dubios bleibt nur, wie die Portale die Trefferlisten sortieren. Kriterien wie „Relevanz“ oder „Empfehlung“ sind hier kaum aussagekräftig. Nutzer sollten die Listen daher nach den persönlichen Vorlieben sortieren können. Bei Attraveo stehen dafür aber lediglich „Preis“ und „Kundenbewertung“ zur Auswahl. Auch bei den weiteren Filtermöglichkeiten gibt es große Unterschiede. So fehlt bei booking.com etwa „Privater Pool“. Hier muss man dann ganz genau in die Beschreibung schauen. Denn ein „Gemeinschaftspool“ für mehrere Häuser oder Apartments kann das Urlaubsvergnügen deutlich schmälern. Im Großen und Ganzen sind die wichtigsten Filter aber vorhanden.

Präsentation

  • Der Urlaub sollte schon bei der Buchung beginnen. Die Seiten von Attraveo und e-Domizil sind aber nicht gerade schick gestaltet. Dazu kommt: Die Bilder, ein doch entscheidendes Kriterium bei der Auswahl, lassen sich nur bei Fewo-Direkt und booking.com in ausreichender Größe bewundern. Vor allem bei e-Domizil muss man sich mit Mini-Fotos abfinden.

Service

  • Wer Fragen hat, die die Beschreibung nicht beantwortet, wendet sich per E-Mail oder Telefon an den Kundenservice – da ähneln sich alle Portale. Leider helfen die Antworten oft nicht weiter und beinhalten statt der konkreten Beantwortung der Frage nur Standardfloskeln. Gut dagegen: Die Service-Hotline von Fewo-Direkt ist auch am Wochenende erreichbar. Und: Alle Portale sind zum Ortstarif erreichbar.

Preise

  • Die Preise sind kaum vergleichbar, zu unterschiedlich sind die Angebote. Zudem kommt es selten vor, dass ein Ferienhaus bei mehreren Anbietern gelistet ist. Und wenn doch, sind die Preise in der Regel identisch. Nichtsdestotrotz solltest du vor der Buchung den Namen des Ferienhauses googeln und kontrollieren, ob es auf einer anderen Seite günstiger angeboten wird. Wer bei Attraveo oder e-Domizil bucht, ist dagegen auf der sicheren Seite. Beide bieten eine Preisgarantie. Wer „sein“ Haus nach der Buchung woanders zu einem niedrigeren Preis findet, bekommt die Differenz erstattet.

Fazit

In Sachen Angebot und Internetseite hat Fewo-Direkt die Nase vorn. Die Suche ist einfach, bietet viele Filter und die Präsentation der Objekte macht meist Laune. Der Knackpunkt am Portal: Die Ferienhäuser werden zum großen Teil nicht mit dem Dienst selbst, sondern mit den Eigentümern abgeschlossen – Fewo-Direkt dient nur als Vermittler. Das Gleiche gilt für booking.com (und übrigens auch Airbnb), wo zudem noch niederländisches Recht gilt. Deswegen gilt es bei Bewertungen und Mietverträgen genau hinzuschauen. Ein Vorab-Telefonat sollte ebenfalls zum Pflichtprogramm gehören.

Ein eigener Pool nur für dich und deine Freunde? Ferienhäuser machen diesen Traum erschwinglich.
Ein eigener Pool nur für dich und deine Freunde? Ferienhäuser machen diesen Traum erschwinglich. © Nils M.

Die 5 besten Tipps für Ferienhaus-Bucher

  1. Früh buchen: Der frühe Vogel fängt den Wurm – das gilt insbesondere für Ferienhäuser. Die schönsten und preiswertesten Objekte sind oft schon ein Jahr vor Reiseantritt weg. Also so früh wie möglich buchen.
  2. Bewertungen studieren: Die Vermieter des Ferienhauses stellen ihr Objekt natürlich im besten Licht dar. Arrangierte Fotos und leichte Übertreibungen in der Beschreibung sind keine Seltenheit. Vertraue besser den Meinungen von Gästen.
  3. Lage gründlich checken: Ferienhäuser liegen oft auf dem Land, womöglich weitab entfernt von Städten. Schaue vor der Buchung am besten bei Google Maps nach und kontrolliere, wie weit der Supermärkte, Ärzte und andere Einrichtungen entfernt sind. Ansonsten bist du den halben Urlaub im Auto unterwegs.
  4. Vorauszahlung: Zahle niemals vorab die volle Miete. Üblich sind Anzahlungen zwischen 10 bis maximal 30 Prozent des Gesamtmietpreises. Der Rest wird dann kurz vor Reiseantritt überwiesen. Direktbezahlmethoden wie Western Union oder MoneyGram sind dabei tabu. Manche Vermieter wollen das Geld bar vor Ort in Empfang nehmen. Das ist für den Reisenden unsicher und eher unseriös.
  5. Rundumcheck: Prüfe beim Einzug das Objekt. Funktionieren alle Geräte, ist es sauber, entspricht alles der Beschreibung? Falls nicht, kontaktiere umgehend den Vermieter. So hat er Zeit, die Mängel aus der Welt zu schaffen. Macht er es nicht? Dokumentieren und dem Portal melden.
Das Ferienhaus sollte nicht nur auf den ersten Blick begeistern.
Das Ferienhaus sollte nicht nur auf den ersten Blick begeistern. © Nils M.
ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist sowie Texter und beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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