URL-glaublich teuer

Die 10 teuersten Domains der Welt

von Moritz Weinstock

Was kostet die Welt, oder besser: die Sichtbarkeit im Internet? Erstaunlich viel, wenn es ein guter Name für deine Website sein soll!

Ohne einen anständigen Internetauftritt ist man ein niemand. Das gilt für Unternehmen ebenso, wie für Privatpersonen. Letztere haben allerdings das Glück, nicht auf Domains angewiesen zu sein, um sich und ihre Person im Internet zu präsentieren. Wir nutzen Facebook, LinkedIn, Instagram und Co. und können auf Moritz.de oder ähnliches verzichten. Zum Glück, denn das Rennen um die perfekten Domain-Namen ist hart umkämpft und sündhaft teuer.

Unternehmen, Organisationen und (nicht-)kommerzielle Plattformen haben es da schwerer, zumal es viele findige Menschen und sogar Firmen gibt, deren Geschäftsmodell es ist, Domains zu kaufen, von denen sie sich später hohe Ablösezahlungen erhoffen. ZASTER zeigt dir die zehn teuersten Internetadressen.

1
Hotels.com – $10.000.000

Hotels.com betreibt über 85 Webseiten in 34 Sprachen und listet dabei mehr als 325.000 Hotels in 19.000 Standorten auf. Seit 2001 gehört das Unternehmen zu Expedia. Im gleichen Jahr wurde das eigentlich auf Hotel Reservations Network hörende Unternehmen umgetauft und mit der neuen Domain versehen.

2
Sex.com – $13.000.000

Irgendwie war uns das ja klar: Sex sells - und diese Domain im Speziellen sorgt bereits seit 1994 für Furore. Ursprünglich wurde sie von dem amerikanischen Geschäftsmann Gary Kremen registriert. Wenig später war sie dann für Jahre in den Händen eines Betrügers und Hochstaplers. Nach langen Rechtsstreiten, über die sogar ein Buch verfasst wurde, gehört sie seit 2010 Clover Holdings LTD.

3
Insure.com – $16.000.000

Diese Domain gehört zu QuinStreet, den alten Domain-Banausen, zu denen auch noch andere Adressen in dieser Liste gehören. Keep on reading!

4
360.COM – $17.000.000

Beschäftigt man sich länger mit Domains, so bekommt man das Gefühl, dass jeder irgendwo ein paar rumliegen hat und insgeheim auf satte Kaufangebote hofft. Vodafone konnte sich 2015 jedenfalls glücklich schätzen, als das chinesische Internet-Sicherheits-Unternehmen Qihoo 360 Technology Co. auf sie zukam und 17 Millionen Dollar für die Domain auf den Tisch legte.

5
INTERNET.COM – $18.000.000

Das börsennotierte Marketingunternehmen QuinStreet hat auch hier zugeschlagen, wobei zur eigentlichen Domain ein wahres Paket an Internetadressen gehörte, das sie sich 2009 sicherten. Mit dabei im Lieferumfang: InternetNews.com, Webopedia.com, ServerWatch.com, DatabaseJournal.com, Datamation.com, eSecurityPlanet.com, EnterpriseNetworkingPlanet.com, SmallBusinessComputing.com und Developer.com

6
VOICE.COM – $30.000.000

Nein, anders als der Name vielleicht vermuten lässt, hat sich diese Domain kein Musiklabel oder Talentscouting-Unternehmen gesichert. Vielmehr ist Voice.com erst kürzlich (18. Juni 2019) von Block.One gekauft worden. Das Softwareunternehmen ist spezialisiert auf Blockchain-Verfahren und Kryptowährungen. Mit Voice.com planen sie ihre eigene Social-Media-Plattform.

7
PRIVATEJET.COM – $30.180.000

Auch nicht verkehrt, Privatjets! Hier schlummert mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls sehr viel Geld. Und zu wem würde diese Domain besser passen, als zu einem Transportunternehmen, dass weltweit agiert und sich Nation Luxury Transportation nennt? Eben, zu niemanden! Außerdem haben sie neben Limousinen und einem Catering-Service auch wirklich Privatjets im Angebot, na also.

8
INSURANCE.COM – $35.600.000

Irgendwas mit „Versicherung“ ist schon mal ein guter Start für eine teure Domain. QuinStreet sieht das ähnlich und hat sich deshalb gleich DIE Domain für Versicherungen schlechthin rausgelassen.

9
CARINSURANCE.COM – $49.700.000

Und weil Versicherungen auch bei Autos besonders wichtig sind, hat QuinStreet auch diese Domain an sich gerissen - ganz schön gerissen, oder?

10
LASVEGAS.COM – $90.000.000

Der Stephens Media Group aus Tulsa in Oklahoma gehören 41 Radiostationen. Doch das scheint dem privat geführten Medienunternehmen nicht genug zu sein. Auch die Domain LASVEGAS.com zählt mit dazu. 2005 hat die Online-Reiseagentur Vegas.com die URL für die Rekordsumme von 90 Millionen US-Dollar abgelöst. Fairerweise wurde allerdings ein Zahlungszeitraum von fünf Jahren festgelegt.

ein Artikel von
Moritz Weinstock
Moritz Weinstock
Moritz hat Kommunikationswissenschaften in Wien studiert und seine Leidenschaft fürs Schreiben mit nach Berlin gebracht. Nach lehrreichen Jahren als Redakteur bei einem Motorradmagazin, ist er nun als Channel-Editor für ZASTER tätig. Sein Zugang zur Wirtschaftswelt: er lebt auf zehn Quadratmetern und spart, was das Zeug hält.

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