Die Branche ist auf einem Höhenrausch: Der weltweit größte Spirituosen-Anbieter Diageo, der Smirnoff und Johnnie Walker in seinem Portfolio hat, verhandelt mit drei kanadischen Cannabis-Firmen über eine Beteiligung. Das ist keine Überraschung, seit der kanadische Premierminister Justin Trudeau im August sein Wahlversprechen eingelöst und den Anbau und Verkauf von Cannabis legalisiert hat.

Seitdem läuft es rund für kanadische Marihuana-Produzenten: Die Cronos Group ging als erstes Unternehmen aus dem Gras-Sektor an die Nasdaq, der größten elektronischen Börse in den USA. Tilray, ein Hersteller von medizinischen Cannabis-Produkten folgte rasch. Seit Tilrays Börsengang im Juli hat sich der Aktienkurs mehr als verdreifacht.

Doch trotzdem bleibt Marihuana-Geschäft riskant: Noch ist der Markt ein Nischengeschäft, viele Cannabis-Produzenten sind kleinere Unternehmen. Der US-Marihuana-Index büßte zwischen Ende Januar und April fast die Hälfte seines Wertes ein, nachdem er sich zuvor zwischen Oktober 2017 und Januar verdreifacht hatte. Inzwischen stabilisiert sich der Index.