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Zaster-Check

Die besten Banken für Fonds- und ETF-Sparpläne

von Nils Matthiesen

Ein Vermögen aufbauen mit kleinen Geldbeträgen - das versprechen Sparpläne. Doch bei einigen Banken wirst du schneller reich. ZASTER weiß, worauf du achten musst.

Sparpläne sind eine klasse Sache, um langfristig ein Vermögen aufzubauen oder fürs Alter vorzusorgen. Das Gute an dieser Anlageform: Die Einrichtung dauert nur ein paar Minuten und fortan musst du dir keine Gedanken mehr um deine Geldanlage machen. Schon ab 25 Euro pro Monat geht’s los. Auf einen Sparplan zahlst du dann regelmäßig einen bestimmten Betrag ein. Anschließend wandelt der Broker die Einzahlungen unverzüglich in Anteile eines Fonds oder ETFs um. Das Schöne an dieser Art von Geldanlage: Du bleibst komplett flexibel. Du kannst die Sparrate jederzeit an deine Lebensumstände anpassen oder sogar für einen bestimmten Zeitraum ganz aussetzen (natürlich auch für immer). Ebenso hast du die Möglichkeit, den Sparrhythmus zu ändern, etwa von monatlich auf zweimonatlich oder vierteljährlich. Darüber hinaus ist es im Gegensatz zu Versicherungsprodukten wie einer Kapital-Lebensversicherung kein Problem, jederzeit an dein Kapital heranzukommen, ohne irgendwelche Strafabschläge befürchten zu müssen. Schließlich gibt es weder festgelegte Vertragslaufzeiten noch Kündigungsfristen, die du einhalten musst.

Am besten ohne Depot- und Ordergebühren

Die zwei wichtigsten Fragen, die du die nur stellen musst: In welches Produkt lege ich mein Geld an, etwa in klassischen Aktien-ETFs oder gut gemanagte Fonds? Und: Bei welchem Broker oder welcher Bank? Denn wenn für die Anlage etwa hohe Ordergebühren anfallen, hat das einen großen Einfluss auf die Rendite.

Rechnen wir einmal nach: Sagen wir Bank A verlangt keine Order- und Depotgebühren und Bank B 1,50 Prozent. Bei einem monatlichen Sparplan von 50 Euro bei einem angenommen Wertzuwachs von 7 Prozent per Anno hättest du bei Bank A nach 10 Jahren Werte in Höhe von 8.604,19 Euro im Depot, bei Bank B dagegen nur 7.955,36 Euro – also rund 650 Euro weniger. Entscheidende Faktoren sind neben den Gebühren zudem die Auswahl an sparplanfähigen Fonds und ETFs sowie der Serviceangebot rund um Sparintervalle, Ausführungstermine und Mindest-Sparraten. ZASTER hat die Angebote von vier Direkt- und zwei Filialbanken unter die Lupe genommen.

Consorsbank

  • Angebot: Über 590 Fonds, mehr als 390 ETFs
  • Sparbetrag: Ab 25 Euro
  • Ausführung: Monatlich, zweimonatlich, vierteljährlich oder halbjährlich
  • Depotgebühren: Kostenlos (bei regelmäßigen Einzahlungen in den Wertpapiersparplan)
  • Ordergebühren: 1,5% des Ordervolumens pro Transaktion
  • Besonderheiten: Bestimmte Fonds (>100) und ETFs (240) ohne Ordergebühren*

ZASTER-Bewertung: Ansprechendes Gebührenmodell und sehr große Auswahl an kostenlosen Sparplänen. Note: 1.

© Screenshot Consors

Comdirect

  • Angebot: Über 500 Fonds und mehr als 500 ETFs
  • Sparbetrag: Ab 25 Euro
  • Ausführung: Monatlich, zweimonatlich oder vierteljährlich
  • Depotgebühren: Kostenlos (bei regelmäßigen Einzahlungen in einen Wertpapiersparplan)
  • Ordergebühren: 1,5% des Ordervolumens pro Transaktion
  • Besonderheiten: Bestimmte Fonds (47) und ETFs (161) ohne Ordergebühren*, bis zu 10 ETFs in einem Sparplan möglich

ZASTER-Bewertung: Sehr gutes Sparplan-Angebot. Viel Auswahl und ordentliches Angebot an kostenlosen ETFs und Fonds. Note: 1.

© Screenshot Comdirect

Onvista

  • Angebot: Über 80 Fonds, 166 ETFs
  • Sparbetrag: Ab 50 Euro
  • Ausführung: Monatlich oder vierteljährlich
  • Depotgebühren: Kostenlos (bei regelmäßigen Einzahlungen in den Wertpapiersparplan)
  • Ordergebühren: keine
  • Besonderheiten: Kein Lastschrifteinzug von Drittkonten

ZASTER-Bewertung: Absolut kostenlos, übersichtliches Wertpapier-Angebot. Note: 1.

© Screenshot Onvista

DKB

  • Angebot: Über 1.800 Fonds, mehr als 670 ETFs
  • Sparbetrag: Ab 50 Euro
  • Ausführung: Monatlich, zweimonatlich oder vierteljährlich
  • Depotgebühren: Kostenlos (bei regelmäßigen Einzahlungen in den Wertpapiersparplan)
  • Ordergebühren: 1,50 Euro pro Transaktion
  • Besonderheiten: Bestimmte Fonds (>230) und ETFs (150) ohne Ordergebühren*, kein Lastschrifteinzug von Drittkonten

ZASTER-Bewertung: Gigantische Auswahl, relativ geringe Gebühren vor allem bei hohen Sparraten ab 100 Euro. Note: 1.

© Screenshot DKB

S-Broker (Sparkasse)

  • Angebot: Über 500 Fonds, mehr als 600 ETFs
  • Sparbetrag: Ab 50 Euro
  • Ausführung: Monatlich, zweimonatlich, vierteljährlich, halbjährlich, jährlich
  • Depotgebühren: Kostenlos (bei regelmäßigen Einzahlungen in den Wertpapiersparplan)
  • Ordergebühren: 2,5% des Ordervolumens pro Transaktion
  • Besonderheiten: Bestimmte Fonds und ETFs (156) ohne Ordergebühren*

ZASTER-Bewertung: Vor allem viele ETFs zur Auswahl. Die Gebühren sind aber unverhältnismäßig hoch. Note: 2.

© Screenshot S-Broker

Postbank

  • Angebot: 189 Fonds, 72 ETFs
  • Sparbetrag: Fonds ab 50 Euro, ETFs ab 25 Euro
  • Ausführung: Monatlich, zweimonatlich und vierteljährlich
  • Depotgebühren: Kostenlos (bei regelmäßigen Einzahlungen in den Wertpapiersparplan)
  • Ordergebühren: Fonds: 1% des Ordervolumens pro Transaktion, ETFs: 0,90 Euro pro Transaktion
  • Besonderheiten: Bestimmte Fonds (72) ohne Ausgabeaufschlag

ZASTER-Bewertung: Insgesamt eher mau. Keine große Auswahl und keine kostenlosen ETFs. Immerhin recht niedrige Ordergebühren. Note: 3

© Screenshot Postbank

Fazit

Für Sparpläne gibt es inzwischen viele gute Adressen, vor allem die Direktbanken Consorsbank und Comdirect bieten viele kostenlose Fonds und ETFs ab 25 Euro pro Monat an. Onvista und DKB sind ebenfalls empfehlenswert, S-Broker und Postbank haben dagegen mindestens einen großen Schwachpunkt.

* Stand 11.2.2019

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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