Sind die Schnäppchen wirklich Schnäppchen?

Amazon lockt im April wieder mit Super-Rabatten

von Melanie Steck

Die Temperaturen steigen, die Preise purzeln. Passend zum Frühlingsanfang und kurz vor Ostern hat Amazon wieder einige Schnäppchen im Angebot. Doch sind die Rabatte wirklich so gut, wie behauptet? Verbraucherschützer haben da ihre Zweifel.

Die Temperaturen steigen, die Preise purzeln. Passend zum Frühlingsanfang und kurz vor Ostern hat Amazon wieder einige Schnäppchen im Angebot. Vom 8. bis einschließlich 15. April verspricht der Online-Versandhändler während seiner „Frühlings-Angebote-Woche“ wieder enorme Preisnachlässe von bis zu 50 Prozent. Schnäppchen-Highlights sollen diesmal vor allem Produkte aus den Kategorien Smart Home und Entertainment sein.

Die Besonderheit: Über die Mobil-App (iOS und Android) können sich potentielle Interessenten bereits im Voraus Produktvorschauen anzeigen lassen. Erfahrungsgemäß wird der Rabatt-Run auf den Online-Giganten auch kommenden Woche überdurchschnittlich hoch sein.

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Verbraucherschützer zweifeln an Amazons Rabattschlachten

Doch lohnen sich die Preisnachlässe wirklich? Verbraucherzentralen warnen regelmäßig davor, sich von vermeintlichen Super-Schnäppchen und Mega-Deals täuschen zu lassen. Verbraucherschützer geben zu bedenken, dass die Rabatte häufig wesentlich geringer seien, als ursprünglich angepriesen. Amazon werbe häufig mit Angeboten, die so nicht existierten.

Der Referenzpreis, also der Vergleichspreis, der als Grundlage für verschiedene Produkte dient, und von dem schlussendlich der angekündigte Rabatt abgezogen wird, entspreche häufig der Preisempfehlung des Herstellers. Diese Empfehlung sei allerdings häufig nicht mehr aktuell und längst überholt vom sogenannten Straßenpreis – dem Preis, zu dem ein Produkt im freien Handel erhältlich ist.

Ein Beispiel: Bringt ein Hersteller etwa Boxen für 200 Euro auf den Markt, kosten diese nach einiger Zeit im Handel regulär nur noch 150 Euro. Zur Rabatt-Aktion bietet ein (Online)Händler die Geräte dann für nur 100 Euro an und bewirbt diese mit einem Preisnachlass von 50 Prozent. Korrekt berechnet liegt die Rabattierung allerdings nur bei knapp 33 Prozent. Denn Grundlage für den Super-Schnäppchen-Preis sind nicht mehr die 200 Euro, sondern die 150 Euro, zu denen das Handy mittlerweile im Handel erhältlich ist.

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Melanie Steck
Melanie Steck

Melanie Steck (Jahrgang 1983) kann nicht gut mit Geld umgehen. Als Autorin für Zaster möchte sie daher ihr Verhältnis zu Geld nachhaltig verbessern. Melanie Steck ist seit 13 Jahren Journalistin, arbeitete u.a. bei BILD.

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