Bye bye EU

3 kuriose Folgen des Brexit

Britannia rules the world – aber eben nicht mehr Europa. Bis Ende März 2019 hat Großbritannien Zeit, den Ausstieg aus der Europäischen Union auszuhandeln. Bisher läuft es eher weniger optimal, für beide Seiten. Nur wenig ist bekannt, was nach dem Brexit passiert. ZASTER zeigt drei kuriose Dinge, die die Europaflucht der Briten mit sich bringt.

Fußballergehälter

Ernstzunehmende und weniger ernstzunehmende Experten sagen regelmäßig vorher, welche Auswirkungen der Brexit auf den Arbeitsmarkt, die britische und die weltweite Wirtschaft hat. Diese Mutmaßungen sind oft unkonkret oder falsch.

Fakt ist jedoch: Seit dem Bürgerentscheid im Juni 2016 befindet sich das britische Pfund im Sinkflug – und hat gegenüber dem Euro etwa 16 Prozent nachgegeben. Während im Mai 2016 für einen Pfund noch 1,31 Euro drin waren, sind es jetzt nur noch 1,10 Euro.

Damit schießt sich vor allem die englische Premier League selbst ins Aus, internationale Spieler haben Angst um ihre Gehälter. Deshalb lassen sich die Ballkünstler ihre Vermögen gegen Kursschwankungen absichern. Das Unternehmen Argentex hat bereits 100 Millionen Dollar abgesichert, die von Sportlern abgesicherten Beträge sind um mehr als 43 Prozent gestiegen.

Der Grund: Viele Spieler verdienen so viel Geld, dass sie längst nicht alles davon in Großbritannien ausgeben können.


5,50 Pfund für einen Reiseführerschein

Wir kennen sie alle: die reiselustigen Briten, die in Sachen Klischees den deutschen Sandalen tragenden Touristen in nichts nachstehen.

Während letztere froh und munter weiter mit ihren europäischen Führerscheinen über den Kontinent gurken dürfen, müssen unsere britischen Nachbarn auf ihren Reisen auf's Festland entweder die jeweiligen Führerscheine machen oder sich einen internationalen Führerschein für 5,50 Pfund besorgen. Sollte es uns Europäer ins Königreich verschlagen, dürfen wir mit unseren Führerscheinen getrost links fahren - ohne Nachschulung.


Tschüss, Jägermeister!

Gastronomisch gesehen, ist Großbritannien für viele weit entfernt davon großartig zu sein. Das sieht der Wetherspoons-Gründer Tim Martins anders. Der bekennende Brexiteer schmeißt den deutschen Kräuterschnaps Jägermeister, Champagner, die französischen Cognac-Sorten Courvoisier und Hennessy und deutsche Weißbiere aus dem Sortiment. Stattdessen möchte er sie durch Produkte aus Großbritannien und Nicht-EU-Ländern ersetzen.

Na dann, good luck!

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