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Kohle ist eben doch nicht alles

5 Gründe, warum Geld nicht glücklich macht

von Melanie Steck

Ab wann bist du wirklich glücklich? Wie viel Geld braucht es zum Glücklichsein? ZASTER hat sich für dich einmal auf die Suche nach den Antworten dazu gemacht.

Ein dickes Konto, ein schnelles Auto und dir kaufen können, was du möchtest: Für einige Menschen ist dies wohl die, zumindest oberflächliche, Definition von Glück. Doch reicht Geld aus, um ein wirklich glückliches und zufriedenes Leben zu führen? Meist nicht. Inwiefern dich dein Geld glücklich macht, hängt natürlich davon ab, welchen Stellenwert du einer goldenen Kreditkarte und Luxusgütern in deinem Leben einräumst. Aber als zutiefst erfüllend und zufriedenstellend kann Reichtum niemals empfunden werden, da sind wir uns zumindest in der Zaster-Redaktion sicher. Hier kommen fünf Gründe, warum Geld nicht glücklich macht:

1. Weil es mehr Freude macht, Geld zu geben

Hast du es schon einmal ausprobiert? Geld zu geben, kann wirklich glücklich machen. Dafür gibt es, gerade vor Weihnachten, viele Möglichkeiten. Manchmal stellen Kinderheime in Kaufhäusern oder Einkaufspassagen sogenannte Wunschbäume auf – Tannen, an denen kleine Zettelchen mit den Wünschen der Heimbewohner hängen. Oft sind das bescheidene Wünsche, wie etwa Haarspangen von einer gewissen Modekette.

Manchmal fallen die Wünsche auch etwas größer aus, wie zum Beispiel ein Fußball. Du suchst dir eine deinem Budget entsprechende Karte aus, besorgst das Geschenk und gibst dieses bei der angegebenen Sammelstelle ab. Auch Spenden an die Kälte- oder Obdachlosenhilfe sind gerade jetzt zur kalten Jahreszeit immer gefragt. Falls du selbst gerade knapp bei Kasse bist, kannst du ausgediente (aber natürlich unversehrte) Klamotten und Decken von dir zusammensuchen und diese bei den entsprechenden Einrichtungen abgeben. Wo diese sind, findest du auf der jeweiligen Homepage der Hilfseinrichtungen deiner Stadt.

Wenn du dich dafür entscheidest, jemanden zu unterstützen, ist das Geld zweitrangig. Denn für das Geschenk, das du gibst, bekommst du etwas viel Wertvolleres zurück: Das großartige Gefühl, jemandem geholfen zu haben, der gerade in Not war – und das Lächeln auf seinem Gesicht, wenn er am Weihnachtsabend seinen Fußball auspackt oder voller Stolz in der Schul-Aula auftritt. Auch, wenn du es nicht sehen kannst…

2. Weil du Erinnerungen nicht kaufen kannst

Viel Geld ermöglicht zwar großartige Reisen in ferne Länder, doch Erinnerungen kannst du dir davon nicht kaufen. Wertvolle Momente und Erinnerungen an ganz bestimmte Tage oder Unternehmungen sind das, was eine Reise erst wirklich gelungen macht.

Darum sei nicht traurig, wenn du dir augenblicklich keinen teuren Flug nach Asien oder Amerika leisten kannst. Pack deine guten Freunde, kauft euch ein Spar-Ticket bei der Bahn und fahrt für einen Camping-Trip an die Ostsee oder für einen Weihnachtsmarktbummel nach Salzburg. Dort gibt es einen der schönsten Weihnachtsmärkte Österreichs und Europas. Und zu viert an der Glühweinbude frieren und lachen ist um ein Vielfaches besser, als alleine an einem der Traumstrände Balis zu sonnen – versprochen!

3. Weil du dir Zeit nicht kaufen kannst

Arbeit ist ein wichtiger Teil des Lebens, das ist klar. Doch bei allem Bemühen, dir einen guten Lebensstandard leisten zu können, solltest du dein wichtigstes Gut nicht vergessen: Deine Lebenszeit. Geld ermöglicht dir vieles, doch verlorene Zeit wird es dir niemals zurückbringen können.

Viele Menschen arbeiten 12, 13 sogar 14 Stunden am Tag, vernachlässigen dabei sich und ihre (mentale) Gesundheit, um sich dann ein sehr teures Spa-Wochenende leisten zu können. Drei Tage, in denen es nur schlecht möglich ist, sich wirklich zu erholen. Zumal du bei so einem Arbeitspensum vermutlich so in deine Aufgaben eingebunden bist, dass du dich auch während der Mini-Auszeit darum kümmern musst. Glück und vor allem Ausgeglichenheit hängt nicht von Geld ab, sondern von einer individuell gestalteten Freizeit, Familie und Freunden. Auch wenn im Moment alles ok zu sein scheint, bleibt die Zeit nicht stehen. Deine Eltern werden vielleicht mal krank, oder deine Freunde ziehen fürs Studium weit weg in eine andere Stadt. Nicht genutzte Stunden, die ihr jetzt noch miteinander verbringen könntet, wird dir kein Geldbetrag dieser Welt jemals ersetzen können.

Versuche darum, deine Zeit sinnvoll zu nutzen, klare Grenzen zu setzen und die Arbeit vielleicht auch mal hinten anzustellen. Wer sein Privatleben für die Arbeit hinten anstellt, hat zwar meist mehr Geld zur Verfügung, doch ist nicht automatisch glücklicher.

4. Weil du dich nicht vergleichen solltest

Sei ehrlich: Die meisten schönen (und teuren) Dinge willst du vermutlich nicht von dir aus, sondern eher, um deinen Freunden, Instagram-Vorbildern und Kollegen oder Kommilitonen in nichts nachzustehen. Unterbewusst vergleichen sich die meisten Menschen mit den Leuten in ihrer Umgebung und wollen gerne mit ihnen auf einer Stufe stehen.

Was dann wirklich an dir nagt, ist der Neid und nicht die Tatsache, dir manche Dinge nicht leisten zu können. Darum höre auf, dich zu vergleichen. Das eigene Ego ist das, was unserem Glück nur allzu oft im Weg steht. Mach dich frei von dem Zwang, mit anderen in finanziellen Belangen mithalten zu wollen und du wirst automatisch zufriedener – und glücklicher.

5. Weil du immer mehr willst

Die teuerste Handtasche, das schickste Auto, der luxuriöseste Schmuck – all das wird dich, solltest du es besitzen, niemals lange glücklich machen. Das Problem mit Luxusgütern ist, dass man sich nur allzu schnell daran gewöhnt und sich dementsprechend immer wieder eine Steigerung wünscht.

Es liegt in der Natur des Menschen, sich stetig weiterentwickeln und verbessern zu wollen. Bis also nicht die zweite Chanel Bag in deinem Schrank steht, wirst du vermutlich nicht glücklich sein. Danach wirst du dir Taschen von anderen Luxus-Labels wünschen und denken du bist happy, wenn sie endlich dein sind.

Doch das wird nicht passieren. Du wirst immer mehr wollen und niemals genug bekommen. Das heißt natürlich nicht, dass du dir nicht auch mal was gönnen sollst, oder du dich über ein teures Geschenk nicht freuen darfst. Aber du solltest es nicht zur Priorität in deinem Leben machen. Und du solltest wissen, dass es zwar großartig ist, solche Dinge zu besitzen, doch das es weitaus Wichtigeres gibt, was wirklich glücklich macht.


ein Artikel von
Melanie Steck
Melanie Steck
Melanie Steck (Jahrgang 1983) ist fest davon überzeugt, dass man sich Glück auf keinen Fall kaufen kann. Geld ist für sie trotzdem ein fester Bestandteil des täglichen Lebens und sie findet es wichtig, dass sich alle mit dem Thema auskennen. Melanie Steck ist seit 13 Jahren Journalistin und arbeitete beispielsweise bei BILD.

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