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Brauchtum & Geld

18 blaue Scheine

von Franziska Zimmerer

Von Japan bis Alaska, vom Nord- bis zum Südpol – Geld spielt in allen Kulturen eine Rolle. ZASTER stellt Ihnen jede Woche ein Brauchtum zum Thema Geld vor. Heute: 18 blaue Geldscheine auf den Philippinen.

Der Hochzeitstag gilt in den meisten westlichen Kulturen als das Großereignis im Leben. Auf den Philippinen hingegen feiern die Mädchen den Tag der Volljährigkeit so wie keinen Zweiten. Dabei dreht sich alles um die Zahl 18.

Historisch gesehen stammt das „Philippinische Debut“ aus einer Zeit, in der Mädchen der Mittel- und Oberschicht in die Gesellschaft – sprich auf den Heiratsmarkt –eingeführt wurden. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das verändert und aus der ehemals schnöden Zeremonie mit 18 Tänzen, 18 Rosen und 18 Kerzen sind wilde Partys geworden, für die philippinische Eltern oft Tausende Euro springen lassen.

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Bei diesem Schritt ins Erwachsenenleben ist auch ein Brauch entstanden, bei dem 18 Freunde und Familienangehörige jeweils die „blue bill“, einen 1000-Peso-Schein (umgerechnet etwa 16 Euro), an das Kleid der Debütantin knoten, während sie mit ihrer männlichen Begleitung tanzt.

Hinzu kommen 18 Geschenke, die jeweils von Freundinnen mit einer kleinen Rede an die Debütantin überreicht werden.

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Franziska Zimmerer
Franziska Zimmerer
Hat Politik, Jura und Kommunikation in München und London studiert. Nach drei Jahren auf der Insel hat sie ihren persönlichen Brexit gewagt und ist für Zaster als Redakteurin in Berlin im Einsatz. Was sie an England vermisst: bargeldloses Bezahlen von Pfennigbeträgen, Baked Beans und Prinz Harry.

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