McDonald’s-Fan nutzt Online-Glitch

Wie sich ein Hacker 100 Gratis-Cheeseburger ergaunerte

Wie Weltmarke McDonald’s ist Opfer eines Hacks geworden: Ein junger Brite nutzte einen Fehler in der App, um 100 Cheeseburger zu bestellen. Was er dafür zahlte? Nichts!

McDonald's Promo-Aktion ausgenutzt

Jordan Miller aus Colchester im Osten Großbritanniens grinst über das ganze Gesicht. Der Stolz ist ihm regelrecht anzusehen. Der junge Brite, der in der IT-Branche arbeitet, hat den großen, mächtigen amerikanischen Weltkonzern McDonald’s gerade ganz schön auf das Glatteis geführt. Er hatte einen frechen Weg gefunden, 100 Cheeseburger kostenlos von McDonald’s zu bestellen. Die Massen an Fast Food stellte der 21-Jährige dann Obdachlosen zur Verfügung. Der moderne Robin Hood hatte eine Promo-Aktion des Burger-Riesen zum Anlass genommen, mehrere Benutzerkonten zu erstellen, um die Aktion hunderte Male auszunutzen. Aus einem Cheeseburger wurden 10, 10 wurden zu 30, und 30 wurden zu 100. Im Gespräch mit der Sun sagte Miller: „Ich machte ein zweites Konto und bekam einen zweiten kostenlosen Cheeseburger. Als nächstes ging ich auf 40 und es funktionierte wieder.“ Wie genau das funktionierte, wollte er nicht preisgeben. Er sei aber „schockiert“ darüber gewesen, wie einfach es war.

Cheeseburger für Obdachlose

Während der gesamten Promotion bestellte Miller immer wieder Cheeseburger und spendete diese an die Obdachlose und andere Bedürftige. Auch Passanten, Familie und Freunde profitierten. Die Aktion war über die McDonald’s-App verfügbar und hatte am „Blue Monday“, dem Tag (typischerweise der dritte Montag im Januar), der als der deprimierendste des Jahres bezeichnet wird, begonnen. Das ursprüngliche Angebot sah nur einen kostenlosen Burger pro Kunde an den fünf Tagen des Angebots vor. Kunden konnten den kostenlosen Cheeseburger in allen McDonald's-Niederlassungen Großbritanniens einlösen. In Jordans Fall hatte der Manager der McDonald’s-Niederlassung in Colchester helfen müssen, die Massen an Cheeseburgern für seine Bestellung anzufertigen. Der Sun erzählte Jordan, dass er glaubt, „alle McDonald's zum Stillstand“ hätte bringen können, wenn er noch mehr Burger bestellt hätte.

„Angelegenheit näher untersuchen“

McDonald’s nahm mittlerweile Stellung zu der Geschichte und kündigte an, die Angelegenheit näher untersuchen zu wollen. Die Aktion ist bereits beendet. Es bleibt zu hoffen, dass Jordan nicht noch einmal von einem Anwalt hört. Für den Fast Food Riesen ist das Schlamassel auf jeden Fall ganz schön peinlich. US-Rapper Kanye West wird wohl dennoch bei seiner Meinung bleiben:

ein Artikel von
Anton Kleihues
Anton Kleihues

Anton studiert Politik in Berlin und liebt es, zu schreiben. Als ZASTER-Redakteur versucht er dabei immer neue, aktuelle und relevante Themen zu behandeln. Am liebsten berichtet er über Politik und Sport.

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